Politik

Nach dem Nein von Bubikon

Wo bleiben die 3 Millionen Franken fürs GZO?

Das GZO Spital Wetzikon ist auf jeden Franken angewiesen. Nach der Urnenabstimmung vom 30. November ist klar, dass 3 Millionen Franken fehlen. Jetzt stehen erstmals drei Optionen im Raum.

Auf dem Weg bis zur Rettung des GZO Spitals Wetzikon sind noch viele Fragen ungeklärt. Und zurzeit ist es die Millionenfrage. (Archiv)

Foto: Simon Grässle

Wo bleiben die 3 Millionen Franken fürs GZO?

Nach dem Nein von Bubikon

Das GZO Spital Wetzikon ist auf jeden Franken angewiesen. Nach der Urnenabstimmung vom 30. November ist klar, dass 3 Millionen Franken fehlen. Jetzt stehen erstmals drei Optionen im Raum.

Drei Möglichkeiten, die dringend benötigten 3 Millionen Franken zu beschaffen, bringen die Aktionärsgemeinden der GZO AG zwei Wochen nach der Abstimmung vom 30. November aufs Tapet: ein Crowdfunding, eine Erweiterung des Aktionariats oder Nachtragskredite der Gemeinden.

Diese Auswahl an Optionen nennen die noch elf Aktionärsgemeinden in einer am Montagnachmittag versandten Medieninformation. Sie sind derzeit auf der Suche nach Möglichkeiten, wie sie einen Betrag von 3,12 Millionen Franken für das Spital beschaffen können.

Die Abstimmung

Auslöser dafür war die Urnenabstimmung, an der die Gemeinde Bubikon als einzige von zwölf Gemeinden eine Aktienkapitalerhöhung ablehnte. Statt der angestrebten 50 Millionen sind lediglich 46,88 Millionen Franken zusammengekommen. Daraufhin haben sich die restlichen Gemeinden entschieden, den Fehlbetrag kompensieren zu wollen.

Pascal Bassu (SP), Sprecher des Ausschusses der Aktionärsgemeinden und Stadtpräsident von Wetzikon, kündigte an einer Medienkonferenz unmittelbar nach der Abstimmung an, dass dazu über mehrere Wochen Gespräche stattfinden werden. Der Spitaldirektor Hansjörg Herren meinte gar, man wolle innerhalb von zehn Tagen eine Lösung entwickeln und dann weiter informieren.

Mehr als zehn Tage später

In der Zwischenzeit haben sich die Führungskräfte der Aktionärsgemeinden sowie der GZO AG getroffen, um über die Konsequenzen des Abstimmungsresultats und über das weitere Vorgehen zu beraten.

Letzte Woche haben wir bei Pascal Bassu nachgefragt, wie es um die möglichen Lösungen steht: «Wir befinden uns derzeit in der Prüfung, welche Lösungen umsetzbar sind.» Mehr ins Detail gehen wollte er noch nicht.

Kurz vor Veröffentlichung dieses Artikels folgte dann von den Aktionärsgemeinden die Medienmitteilung mit den Lösungsvorschlägen. In den kommenden Wochen werden diese Optionen nun genauer auf die Chancen und Gefahren hin geprüft.

«Bis Ende Januar 2026 werden die Aktionärsgemeinden über konkrete Massnahmen und das weitere Vorgehen informieren können», heisst es in der Mitteilung. Ob die 3,12 Millionen also tatsächlich beschafft werden können, ist noch fraglich.

Wie geht es weiter?

Bevor das Spital aber diesen Betrag erhält und auf die angestrebten 50 Millionen an frischem Aktienkapital kommt, muss erst die Gläubigerversammlung im nächsten Frühling dem Rettungsplan zur finanziellen Sanierung des Spitals zustimmen.

Die Versammlung muss dabei auch einen Schuldenschnitt absegnen. Nach aktuellem Stand müssten die Gläubiger auf bis zu 70 Prozent ihrer Forderungen in deutlich dreistelliger Millionenhöhe verzichten. Allein die ausstehende Obligationenanleihe beläuft sich auf 170 Millionen Franken. Bis zur Versammlung läuft der Spitalbetrieb unbeeinflusst und unverändert weiter.


> > Lesen Sie hier, was bisher in der Wetziker Spitalkrise passiert ist.

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