Sport

5-Tage-Berglauf-Cup

Ein Allzeitrekord und keine Lust zum Bummeln

Grosser Publikumsaufmarsch, gute Stimmung und zum Abschluss die Sonnenfinsternis: Die dritte Etappe der Oberländer Berglaufserie hatte es in sich. Jens-Michael Gossauer dominiert derweil weiter.

Ein Allzeitrekord und keine Lust zum Bummeln

5-Tage-Berglauf-Cup

Grosser Publikumsaufmarsch, gute Stimmung und zum Abschluss die Sonnenfinsternis: Die dritte Etappe der Oberländer Berglaufserie hatte es in sich. Jens-Michael Gossauer dominiert derweil weiter.

Die dritte Etappe des 5-Tage-Berglauf-Cups wurde zum Volksfest. Der Zuschaueraufmarsch an der Strecke und im Zielbereich war gross, die Stimmung nach dem Rennen aufgrund der Sonnenfinsternis aussergewöhnlich. Viele Läuferinnen und Läufer verfolgten diese gemeinsam auf dem Rosinli. Und besonders erfreulich für den veranstaltenden SC am Bachtel: Mit 555 Startenden (die zumindest eine Etappe absolvierten ) wurde bei der 42. Auflage des Oberländer Traditionsanlasses ein Teilnehmerrekord aufgestellt. Mehr als 500 Anmeldungen hatte die Berglauf-Serie noch nie.

Alles andere als aussergewöhnlich war derweil der Ausgang des Rennens. Zumindest bei den Männern. Die Podestplätze belegten dieselben Läufer wie schon tags zuvor, gar in derselben Reihenfolge.

Jens-Michael Gossauer vom LC Uster benötigte für die 4,3 km von Kempten ins Ziel oberhalb von Adetswil 16:48 Minuten. Der in der Gesamtwertung führende Spitzenduathlet verwies Martin Bader um etwas mehr als eine Minute auf den zweiten Platz. 18 weitere Sekunden hinter dem Vorarlberger beendete Luca Zollinger das Pensum mit den 241 Höhenmetern. Weniger weist keine der anderen vier Etappen auf.

«Es war superschön», bilanzierte der Drittplatzierte. Zollinger sprach damit nicht etwa vom speziellen Ereignis nach dem Lauf, sondern vom Rennen selbst. Dieses genoss der Gewinner ebenfalls – unter anderem wegen der Atmosphäre. «Man hat von weit unten schon gesehen, dass es megaviele Leute hatte, das war cool.»

Im Vorfeld hatte Gossauer noch überlegt, das Teilstück auszulassen. Oder aber im Tempo der Freundin zu bestreiten. Ein Spitzensportler in gemütlichem Tempo? Würde das überhaupt funktionieren? Der dreifache WM-Medaillengewinner im Duathlon ist überzeugt: «Ja, das geht.»

Zum Bummeln hatte der 32-Jährige am Mittwoch dennoch keine Lust. Auch darum, weil er sich am Start nach zuvor zwei Etappen mit schweren Beinen «echt gut fühlte». Der vierfache Berglauf-Cup-Gewinner liess am Anfang etwas Vorsicht walten, ehe er aufs Tempo drückte. «Vielleicht ging es darum heute besser.»

Martin Bader ist derweil bekannt für eine Taktik, die man wohl als «Achtung, fertig, los» bezeichnen kann. Der Titelverteidiger sagt von sich: «Ich starte eigentlich immer sehr zügig und werde dann langsamer. Dieses Mal ist es zum Glück aufgegangen.»

Jetzt nimmt es Formen an

Spannender als bei den Männern ist der Kampf um den Gesamtsieg bei den Frauen. Auch darum, weil weder Titelverteidigerin Daniela Schwarz noch Gloria Müller, die Siegerin von 2024, heuer dabei sind.

Nach dem dritten Teilstück hat die Gesamtrangliste nun an Aussagekraft gewonnen. Die Ustermerin Andrea Wegmann führt die Wertung vor Tamara Morach (Bubikon) und Sabrina Roost (Uster) an.

Wegmann entschied die Etappe vom Mittwoch für sich, womit sie den zweiten Sieg der Woche feierte. «Ich dachte, die Hitze würde mir mehr ausmachen», sagte sie und stellte fest: «Es ging aber erstaunlich gut.» Genau 22 Minuten benötigte Wegmann für die etwas mehr als vier Kilometer.

Knapp eine halbe Minute mehr brauchte die zweitklassierte Jenny Ruoss. Die Ustermerin hatte sich vor dem Start noch ein Glace gegönnt, wie sie mit einem Lachen verriet. «Ich weiss aber nicht, ob das geholfen hat.» Sabrina Roost lief auf Rang 3. Und war damit wie schon am Dienstag unmittelbar hinter Ruoss platziert.


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