Darum ist das Überraschungsteam doch nur Aussenseiter
Der UHC Uster hat in der NLA seine bisher beste Qualifikation hinter sich. In den Playoffs wartet dennoch ein grosser Brocken.
Die Qualifikation: Uster setzt neue Massstäbe
Der UHC Uster ist die positive Überraschung der NLA-Saison. Das Team des langjährigen Trainers Simon Meier wurde Sechster. Besser waren die Ustermer in der höchsten Liga noch nie klassiert. Sie holten in 22 Partien 35 Punkte. Auch das ist ein Bestwert. Schon vier Runden vor dem Qualifikationsende sicherte sich Uster den Playoff-Einzug, was zeigt, wie souverän das Team diesen Schritt bewältigte. Eindrücklich ist die Ausbeute gegen schwächere Teams. 21 von möglichen 24 Punkten gewann Uster gegen die vier Playout-Teams Basel, Malans, Chur und Wasa St. Gallen.
Dabei hatte der UHC Uster einmal mehr vor einer Saison gewichtige Abgänge zu verkraften. Den Schweizer Nationalspieler Pascal Schmuki zog es nach Schweden, der 17-fache Torschütze Claudio Schmid wechselte zu Rekordmeister Wiler-Ersigen. Der UHC Uster reagierte darauf so, wie er es immer tut. Er füllte die Lücken weitgehend intern und ging seinen Weg unbeirrt weiter. In der Offensive legten Leistungsträger wie die Schweden Johannes Wilhelmsson und Ted Nivestam sowie Yves Klöti alle punktemässig eine Schippe drauf. Den grössten Sprung machte U23-Nationalspieler Klöti, von dem man das Gefühl hat, er fliege unter dem Radar. Der Stürmer schoss 16 Tore und sammelte 35 Punkte – 14 mehr als in der letzten Qualifikation.

