Er sucht neue Wege – bis der Dampfkochtopf fast pfeift
Simon Meier prägt den UHC Uster als Profitrainer und als Ausbildner. Wie tickt der 49-Jährige? Und wo zieht es ihn noch hin?
Einmal UHC Uster, immer UHC Uster? Der Schluss liegt nahe, wenn man die Trainerkarriere von Simon Meier anschaut – 2020 wurde er schon zum vierten Mal Cheftrainer hier. Der Eindruck verfestigt sich, je länger man mit ihm spricht – und ihn auch über seinen Arbeitgeber reden und schwärmen hört. Und die Stühle im Trainerbüro auf der Ustermer Buchholz-Anlage sind so opulent und bequem, dass man als Besucher unweigerlich denkt: Hier hat es sich einer gemütlich eingerichtet.
Aber der Eindruck kann eben täuschen. Einmal Uster, immer Uster? Auf die Frage zum Schluss des gut anderthalbstündigen Gesprächs zögert Simon Meier keine Sekunde: «Nein», sagt er mit Nachdruck. «Ich verstehe, dass der Eindruck entsteht. Aber er ist ganz falsch. Ich bin eigentlich gar nicht so ein Vereinsmensch.»
Als Trainer im Ausland zu arbeiten, das geht ihm beispielsweise immer wieder einmal durch den Kopf. Und im Inland erhielt er auch schon Anfragen, von einem Playoff-Halbfinalisten etwa. «Ich würde ja lügen, wenn ich sage, das interessiert mich nicht», sagt Meier.

