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EHC Wetzikon

Darum ist das schnelle Playoff-Aus kein Drama

Der EHC Wetzikon hat in seiner zweiten MHL-Saison Fortschritte erzielt – trotz verpassten Zielen.

Er bleibt: Stürmer Rihards Puide (Mitte) spielt auch nächste Saison für den EHC Wetzikon.

Foto: Christian Merz

Darum ist das schnelle Playoff-Aus kein Drama

Der EHC Wetzikon hat in seiner zweiten MHL-Saison Fortschritte erzielt – trotz verpassten Zielen.

Die Playoffs: Das erwartbare Ende

Für den EHC Wetzikon ist die Saison am Donnerstag mit einer Kanterniederlage zu Ende gegangen. 1:8 verloren die Wetziker in den Playoff-Viertelfinals das dritte Spiel auswärts gegen Seewen, nachdem es zur Spielhälfte noch 1:1 gestanden hatte. Die Serie gegen den Qualifikationssieger endete aus Sicht des EHCW 0:3.

Dass sich der MHL-Titelverteidiger durchgesetzt hat, entspricht den Kräfteverhältnissen. Was das Resultat indes nicht zeigt: Die Oberländer, die sich via Play-Ins in die Playoff gekämpft hatten, ärgerten mit ihrer giftigen und körperbetonten Spielweise den Favoriten über weite Strecken. Zweimal verloren sie nur 2:3, wobei die Entscheidung im zweiten Spiel erst in der Verlängerung fiel. Es ist aber auch eine Tatsache, dass der EHCW in den drei Viertelfinal-Spielen kein einziges Mal in Führung lag.

Die Saisonbilanz: Positiv – mit Abstrichen

In der zweiten MHL-Saison haben die Wetziker den nächsten Schritt gemacht und ihre Playoff-Premiere gefeiert. Damit erreichten sie ihr übergeordnetes Ziel. Mit dem Aus in den Playoff-Viertelfinals können sie also leben. Die ganze Wahrheit ist aber auch, dass der EHCW in der Qualifikation nach einem guten Auftakt irgendwann kaum mehr vom Fleck kam. Das hatte zur Folge, dass er zuerst die ursprünglich anvisierten Top 6 mit der direkten Playoff-Qualifikation aus den Augen verlor. Und danach auch das Minimalziel (Rang 8) verpasste.

Zugute halten muss man der Mannschaft, wie sie darauf in den Play-Ins reagiert hat. Mit dem frühzeitigen Saisonaus vor Augen zwangen die engagiert auftretenden Wetziker das Glück auf ihre Seite. Sie schalteten Lyss aus, dann auch Bülach. Gegen die Unterländer schaffte es der EHCW gar, in beiden Spielen ohne Gegentor zu bleiben.

Die Zukunft: Es bleiben nur wenige Fragen

Wer bleibt? Wer kommt? Wer geht? Es sind jene Fragen, die die Wetziker Fans umtreiben. Der Klub hat in den letzten Wochen viele davon beantwortet. Schon länger klar ist, dass Trainer Cédric Hüsler bleibt. Ebenso Captain Rubio Schir (28), der neben dem nächste Saison weiterhin in Wetzikon spielenden Stürmer Rihards Puide (29) zu den wenigen erfahrenen Kräften zählt. Daneben verlängerten die Wetziker Verantwortlichen mit zahlreichen jüngeren Stammspielern, sodass ein Grossteil des Kaders steht.

Der zweitbeste Skorer, Yannic Noll, hört derweil auf. Den Verlust von Topskorer Gian Andrea Thöny, der ebenfalls zurücktritt, machte der EHCW mit der Verpflichtung von Mika Burkhalter wett. Der Center kommt aus Seewen. Mit Denis Szczepaniec stösst zudem ein weiterer Spieler mit MHL-Erfahrung dazu. Der 21-jährige Stürmer stand diese Saison bei Swiss-League-Klub Arosa unter Vertrag, setzte sich da aber nicht durch.

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