Sport

Saisonende nach 1:8-Niederlage

Der EHC Wetzikon verabschiedet sich in die Ferien

Zweimal war der EHC Wetzikon gegen Seewen nahe dran. Das dritte Viertelfinal-Spiel war eine klare Sache – der EHCW ist ausgeschieden.

Der EHC Wetzikon (Andrin Locher) kann kein viertes Spiel mehr erzwingen und verliert die Serie gegen Seewen 0:3.

Foto: Christian Merz

Der EHC Wetzikon verabschiedet sich in die Ferien

Zweimal war Wetzikon gegen Seewen nahe dran. Das dritte Viertelfinal-Spiel war indes eine klare Sache – der EHCW ist ausgeschieden.

Für den EHC Wetzikon ist die MHL-Saison zu Ende. Er verlor in der Playoff-Viertelfinalserie gegen Qualifikationssieger Seewen auch das dritte Spiel. Zwei Gegentore kurz vor der zweiten Pause innerhalb von 48 Sekunden liessen den Rückstand der bereits mit dem Rücken zur Wand stehenden Gäste auf 1:4 anwachsen. Es war eine Schräglage, aus der es für das Team von Cédric Hüsler keinen Ausweg mehr gab.

Im Schlussdrittel und mit dem Saisonende vor Augen, kassierten die nun demoralisierten Gäste vier weitere Gegentore. Nachdem der EHCW zuvor zweimal knapp 2:3 verloren hatte, musste er sich am Donnerstagabend in Seewen vor 600 Fans letztlich hoch 1:8 geschlagen geben. Die Serie endete so aus Wetziker Sicht mit einem deutlichen und von manchen im Vorfeld erwarteten 0:3.

Aus dem klaren Resultat ist allerdings nicht herauslesbar, dass der erst via Play-Ins in die Playoffs eingezogene Oberländer Underdog den Favoriten mit seinem hartnäckigen und körperbetonten Auftreten zumindest zwei Partien lang richtig forderte und im zweiten Spiel, das er erst in der Verlängerung verlor, sogar an der Überraschung schnupperte.

Fakt ist hingegen auch: Die Wetziker vermochten Seewen zwar zu ärgern und verlangten dem besten Team der Qualifikation wohl mehr ab als dieses erwartet hatte. Der Aussenseiter aber lag in dieser Serie keine Sekunde lang in Führung. Er war somit ständig gezwungen, zu reagieren.

Seewen wirbelt

Auch im dritten Duell hielten die Wetziker die Partie bis in die Schlussphase des zweiten Drittels offen. Dass sie im Powerplay zwischenzeitlich zum 1:1 ausglichen, war dennoch eher schmeichelhaft. In der 28. Minute stand Gian Andrea Thöny goldrichtig, um einen Abpraller zu verwerten und liess wohl den einen oder anderen EHCW-Fan in Seewen kurz von weiteren «Heldentaten» der Gäste träumen.

Nur vier Minuten später kassierten die Oberländer das 1:2. Und zwar durch einen Stürmer, den sie nächste Saison in den eigenen Reihen haben werden – Mika Burkhalter. Für den zum EHCW wechselnden Angreifer war es der bereits dritte persönliche Treffer der Serie. Das zweite Spiel hatte Burkhalter in der Overtime für Seewen entschieden.

Die erneute Führung des Qualifikationssiegers zu diesem Zeitpunkt war verdient. Die Gäste hatten sich im zweiten Drittel zwar etwas aus der Umklammerung der Seebner lösen können und erkämpften sich nun mehr Spielanteile. Im Startabschnitt war dem EHCW allerdings kaum ein geordneter Aufbau gelungen und er war zu kaum einer Chance gekommen, so druckvoll trat das Heimteam auf.

Man merkte von Beginn an gut: Die Schwyzer wollten nicht Gefahr laufen, nochmals ins Oberland reisen zu müssen und traten enorm entschlossen auf. Die Wetziker bemühten sich derweil nach Kräften, um nicht überrollt zu werden. Als die Partie aber entschieden war, vermochte der EHCW im Schlussabschnitt die nun zur Kür ansetzenden Schwyzer nicht mehr wirklich zu stoppen.

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