Dieser Gegner ist für Wetzikon einfach nicht zu knacken
Wieder verliert der EHC Wetzikon gegen Seewen 2:3 – dieses Mal aber in der Verlängerung. Der Underdog liegt damit in der Viertelfinal-Serie 0:2 hinten.
Achtmal hat der EHC Wetzikon in seinen zwei MHL-Saisons bisher gegen Seewen gespielt, achtmal hat er auch verloren. Zuletzt 2:3 am Samstag zum Playoff-Start, wobei die Wetziker im Mitteldrittel drei Gegentreffer hinnehmen mussten und selbst erst in der Schlussphase trafen.
Im zweiten Viertelfinal vom Dienstagabend hielt der Underdog nicht nur mit. Er brachte den Favoriten im attraktiven Spiel und offenen Schlagabtausch ins Wanken und zwang diesen vor 670 Fans in die Verlängerung. Am Ende aber endete das Duell zwischen Wetzikon und Seewen, das auf beide Seiten hätte kippen können, trotzdem wie bisher immer in der höchsten Amateurliga – mit einer Oberländer Niederlage. Erneut fiel sie mit 2:3 aus.
Die Wetziker schienen zu Beginn leicht nervös, drehten in der regulären Spielzeit aber gegen Ende der einzelnen Drittel jeweils auf und hatten die Vorteile dann auf ihrer Seite. Den Schwung nahmen sie auch gleich in die Verlängerung mit, die Entscheidung gelang trotzdem dem Gegner. Siegtorschütze war dabei nach 72 Minuten Mika Burkhalter. Der Stürmer wechselt auf nächste Saison hin zum EHCW.
In der Best-of-5-Serie liegen die Oberländer nun 0:2 hinten. Was wiederum heisst: Sie müssen im Spiel vom Donnerstag ihren «Seewen-Fluch» zwingend beenden können, um ihre Saison um mindestens ein Spiel zu verlängern.
Befreit den Gegner ärgern
Zweimal glich der EHCW in der regulären Spielzeit die Führung der Gäste wieder aus. Im ersten Drittel verwertete das Heimteam ein Powerplay zum 1:1-Ausgleich. Die Seebner verpassten es in der fraglichen Szene, den Puck aus dem eigenen Drittel zu spedieren und wurden vom Aussenseiter dafür umgehend bestraft. Gian Andrea Thöny legte für Nico Vieli auf, der direkt abzog.
Der am Saisonende zurücktretende Thöny, eigentlich der personifizierte Torschütze vom Dienst, schlüpfte auch beim zweiten Tor der Gastgeber in die Rolle des Passgebers. Dieses Mal war Andrin Locher der Empfänger – der 21-jährige Stürmer hatte schon im ersten Spiel getroffen.
Während der Playoff-Einzug für die Wetziker ein Erfolg darstellt und sie in den Playoffs befreit aufspielen können, ist der Druck und Anspruch beim Qualifikationssieger ungleich höher. Die Viertelfinals sollen für die Schwyzer lediglich ein Aufgalopp darstellen.
«Chancen nutzen, Gegner brechen», mit diesen Worten hatte Seewens Coach Raphael Zahner auf der Website des Qualifikationssieger die Mission fürs zweite Spiel festgelegt. Das mit dem Gegner brechen funktionierte letztlich zwar – aber mit wohl deutlich mehr Mühe als erwartet.