Darum ziehen Stalders Fans den Weltcup den Olympischen Spielen vor
Olympia findet quasi vor der Haustür statt, dennoch reist der Fanklub des Walder Biathleten Sebastian Stalder nicht an die Spiele nach Italien. Die Gründe dafür sind mannigfaltig.
Die Stimmung beim Weltcup in Ruhpolding? «Ganz gewaltig», sagt Rolf Stalder und gerät ins Schwärmen. Der Vater der Walder Biathleten Gion und Sebastian Stalder hat schon zahlreiche Rennen auf der Tribüne oder an der Strecke verfolgt. Zuletzt den Männer-Sprint und die Verfolgung Mitte Januar in Bayern, in denen mit Sebastian der ältere der zwei Oberländer Biathlon-Brüder im Einsatz war.
Dass Eltern Wettkämpfe ihrer Kinder besuchen, ist beileibe nichts Aussergewöhnliches. Auch nicht auf Profistufe. Rolf Stalder reiste allerdings weder allein noch lediglich mit Familienmitgliedern an den Weltcup, sondern in einer grösseren Gruppe. Rund 20 Personen feuerten an der Strecke Sebastian Stalder an – allesamt Mitglieder vom Fanklub Stalder, wie der Verein offiziell heisst.
Dessen Zweck ist laut Statuten so simpel wie offensichtlich: Gion und Sebastian Stalder zu unterstützen. «Sei es mit der Anwesenheit an Wettkämpfen oder dem Organisieren von Festen und Empfängen.»
Im Jahr 2023 initiierten Urs und Jürg Kunz, zwei Onkel der Biathlon-Brüder, sowie Schwester Selina den Fanklub. 180 Mitglieder gehören ihm an – eine überraschend grosse Zahl, über die Sebastian Stalder sagt: «Das ist schon cool, wenn man sieht, wie viele Leute einen verfolgen.» Im Vorstand sitzen neben den drei Initianten auch die Freundinnen von Sebastian und Gion und Mutter Doris Stalder. In zwei Whatsapp-Kanälen erfahren die Fans Neuigkeiten. Dazu direkt von den Brüdern auch Hintergrundinformationen.

