Sport

Kampf um die Gesamtwertung

Dieser Ausgleich heizt das Duell an

Am Oberländer 5-Tage-Berglauf-Cup wechseln sich Daniela Schwarz und Olivia Hottinger mit Etappensiegen ab. Im vierten Teilstück war die Reihe wieder an Hottinger.

Daniela Schwarz (links) und Olivia Hottinger machen den Sieg in der Gesamtwertung unter sich aus.

Fotos: Stefan Lerch

Dieser Ausgleich heizt das Duell an

Am Oberländer 5-Tage-Berglauf-Cup wechseln sich Daniela Schwarz und Olivia Hottinger mit Etappensiegen ab. Im vierten Teilstück war die Reihe wieder an Hottinger.

Seit vielen Jahren absolvieren am 5-Tage-Berglauf-Cup immer wieder Profisportlerinnen und Profisportler spontan einzelne Etappen. Sie nützen die knackigen Rennen im Zürcher Oberland mit Distanzen zwischen 3,5 und 5,5 Kilometern als Training. Vor einem Jahr absolvierten beispielsweise die Walder Biathlon-Brüder Sebastian und Gion Stalder die Startetappe. Und die Dürntner Profi-Triathletin Alissa König entschied die 4. Etappe für sich.

Die Macher aus dem Skiclub am Bachtel hofften für die 41. Austragung erneut auf den einen oder anderen prominenten Starter. Umsonst. An den ersten vier Abenden tauchte keiner auf. Und doch haben die Organisatoren Grund zur Freude. Der Zuspruch von Läuferinnen und Läufern ist gross, das Wetter passt, und an der Spitze des Felds herrscht in jeder Etappe Spannung.

Bei den Frauen liefern sich Daniela Schwarz (Ebertswil) und die Oberländerin Olivia Hottinger ein enges Duell um den Gesamtsieg, das sich nun zugespitzt hat. In der 4. Etappe von Wernetshausen auf den Bachtel setzte sich Hottinger durch. Und glich nach Etappensiegen zum 2:2 aus.

Wie schon bei ihrem ersten Triumph am zweiten Tag behielt sie in einer engen Entscheidung das bessere Ende für sich. Waren es beim ersten Mal vier Sekunden zu ihren Gunsten, erreichte die Rütnerin das Ziel auf dem Bachtel sechs Sekunden vor Schwarz.

Die Gegnerin ignoriert

Die Zweitklassierte war dennoch zufrieden. «Ich startete nicht zu gäch und sah Olivia gehen», schilderte Schwarz den Rennanfang. Die einstige Fussball-Nationalspielerin, die später zahlreiche Erfolge als Ausdauerathletin feierte, teilte sich die 3,6 km lange Strecke gut ein. Und hatte so die Chance, gegen Ende die Führende nochmals anzugreifen.

«Das habe ich auch getan», sagte Schwarz. Sie musste jedoch eingestehen: «Olivia hatte auf den letzten Metern etwas mehr Kraft.»

Und die Gewinnerin? Die 27-Jährige, die es als ganz junge Fahrerin im Radquer bis in den Weltcup geschafft hatte, war selbstredend glücklich. Nachdem sie davongezogen war, hatte sich Hottinger nicht darum gekümmert, wo sich ihre härteste Widersacherin befand. «Ich schaute nie zurück», sagte sie, gab aber lachend zu: «Oben merkte ich schon, dass sie näher kommt.»

Und jetzt? Wer hält vor der Schlussetappe von Steg aufs Hörnli die besseren Karten in den Händen? Schwarz liess sich nicht auf die Äste hinaus. «Wer mehr Kräfte hat, gewinnt», sagte die Führende der Gesamtwertung.

Bader sorgt für eine Premiere

Anders als bei den Frauen wurde die Siegerliste bei den Männern bis anhin ständig mit neuen Namen ergänzt. Am Donnerstagabend war damit Schluss. Martin Bader sorgte für eine Premiere.

Er gab von Anfang an das Tempo vor, schüttelte alle ab und gewann deutlich vor dem Dürntner Martin Rosser – es war der zweite Sieg der Woche für den in Hombrechtikon lebenden Vorarlberger.

Ein Läufer in blauem T-Shirt auf einer Bergstrasse.
Martin Bader diktierte von Anfang an das Tempo.

Der frühere Triathlet, der an zahlreichen internationalen Rennen startete, hält als deutlich Führender in der Gesamtwertung alle Trümpfe in der Hand. Sein erster Verfolger ist Mark Lagerström.

Zu einem Etappensieg reichte es dem Dübendorfer diese Woche zwar noch nie. Er ist dafür die Konstanz in Person: Im vierten Teilstück lief Lagerström zum dritten Mal auf den 3. Platz.


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