Sport

Aller guten Dinge sind drei

Das Wechselspiel geht weiter

Jede Etappe bringt am Oberländer 5-Tage-Berglauf-Cup einen neuen Sieger. Zumindest bei den Männern, bei denen die Reihe nun an Manuele Polli war.

Manuele Polli startete diese Woche erstmals und gewann gleich.

Foto: Stefan Lerch

Das Wechselspiel geht weiter

Jede Etappe bringt am Oberländer 5-Tage-Berglauf-Cup einen neuen Sieger. Zumindest bei den Männern, bei denen die Reihe nun an Manuele Polli war.

Jahrelang gab Jens-Michael Gossauer den Takt am 5-Tage-Berglauf-Cup an. Dreimal hintereinander entschied der Läufer des LC Uster den Traditionsanlass für sich. Mehr noch: In jenen zwölf Etappen, in denen Gossauer in dieser Zeitspanne antrat, war er nicht zu bezwingen. Heuer aber ist der Duathlet nicht dabei – und die Sieger wechseln sich in bunter Reihenfolge ab.

Beim Auftakt auf die Farneralp gewann David Baumberger, dann folgte Martin Bader, am Mittwochabend kam in der 3. Etappe von Kempten aufs Rosinli dann die Zeit von Manuele Polli. Dieser setzte sich auf der rund 4 km langen Strecke durchs Chämptnertobel durch. Polli traf nach 17:49 Minuten im Ziel ein – genau eine halbe Minute vor dem Zweitklassierten Jonas Gübeli.

Es war nach der engen Entscheidung am Vortag nun also wieder eine klarere Sache. Wobei der Eindruck etwas täuscht. Polli und Gübeli lieferten sich länger ein enges Duell und erschienen zusammen in Adetswil, ehe der spätere Sieger noch einen Zacken zulegen konnte.

«Es hat richtig Spass gemacht», fand Polli. Er gab aber auch zu: «Gegen Schluss wurde es dann zäh.» Der in Uster lebende Luzerner ist im Prinzip Langstreckenläufer, ist aber flink in ganz unterschiedlichem Gelände unterwegs. Er siegte beispielsweise 2023 am Rheinquelle-Trail, dem 42,2 km langen Rennen mit Start und Ziel in Sedrun. Vor einem Jahr glänzte Polli am Zürich Marathon in starken 2:22:49 Stunden mit dem 11. Rang.

Auch der Zweitklassierte Jonas Gübeli vom LC Uster ist ein Läufer, der sich sehr geschmeidig über Stock und Stein zu bewegen vermag. Das zeigt etwa seine Platzierung an der Cross-SM von Anfang März. Da gewann der 24-Jährige im Langcross über 10 km die Bronzemedaille.

Polli und Gübeli traten diese Woche erstmals an, womit sie nicht mehr auf die nötigen vier Läufe kommen, um in die Gesamtwertung zu gelangen.

In Führung liegt in dieser der in Hombrechtikon lebende Vorarlberger Martin Bader vor dem Zürcher Leopold Karl, der am Mittwoch die Top 3 komplettierte.

Schwarz schlägt zurück

Weniger Wechsel an der Spitze als bei den Männern gibt es bei den Frauen. Daniela Schwarz und Olivia Hottinger teilten sich die Siege bisher auf. Im dritten Teilstück war nun die Reihe wieder an der ehemaligen Fussball-Nationalspielerin Schwarz, nachdem Hottinger die 2. Etappe gewonnen hatte.

Schwarz knüpfte der Rütnerin 42 Sekunden ab. «Es lief besser als gestern», freute sich die Gewinnerin hinterher. In der 2. Etappe sei sie zu schnell gestartet und danach eingebrochen, zeigte sich die aktuell Führende im Gesamtklassement selbstkritisch. Aber eben auch lernfähig, wie die im zürcherischen Ebertswil lebende Schwarz feststellte: «Heute machte ich das besser.»

Gut gelaunt war auch Hottinger auf dem Rosinli. Die 27-Jährige war von einer Kollegin für den Berglauf-Cup angemeldet worden, wie sie lachend erzählte. «Da musste ich ja starten. Jetzt läuft es so gut, da mache ich gleich alle Etappen.»

Weil neben Hottinger auch Schwarz ihr Kommen für Donnerstag ankündigte, steht in der 4. Etappe auf den Bachtel einem weiteren Duell dieser zwei nichts im Weg. Gespannt darf man auch sein, wie viele Kurzentschlossene den Weg nach Wernetshausen finden. Am Mittwochabend verzeichneten die Veranstalter gleich 70 Nachmeldungen. Und freuen sich derzeit über 40 Prozent mehr Anmeldungen als im Vorjahr.


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