Die Triathletin aus Dürnten hat sich neu kennengelernt
Sie profitierte vom Alleinsein
Der radikale Bruch hat sich für Alissa König ausbezahlt. Sowohl sportlich, vor allem aber auch menschlich.
Die sportliche Bilanz ist ausgezeichnet. Vier ihrer letzten fünf Weltcup-Rennen beendete Alissa König in den Top Ten. Wobei die Dürntnerin zweimal als Zweite einen Weltcup-Triumph knapp verpasste. Es wäre ihr erster gewesen.
Dafür gelang der 28-Jährigen im Europacup die Siegpremiere. Diese fühlte sich wie eine Erlösung an. Und gab ihr die Gewissheit: «Geht doch.» Um weitaus mehr als hundert Positionen kletterte König heuer in der Weltrangliste nach oben – auf Platz 36. So gut war sie noch nie klassiert. Es ist eine bemerkenswerte Entwicklung für eine Athletin, die im Herbst 2023 nach zwei verletzungsgeplagten Jahren ihr Karriereende in Betracht zog. Und einen radikalen Bruch vollziehen musste, im Bewusstsein: «In der Schweiz macht mich der Sport so nicht mehr glücklich.»
Die Situation hat sich grundlegend verändert. König erarbeitete sich verlockende Perspektiven. Dass sie nächste Saison den ersten Weltcup-Sieg anpeilt? Ist in ihren Augen logisch. Ebenso der Anspruch auf weitere Podestplätze.

