Vandalismus an Wahlplakaten: Frust oder politisches Statement?
Sie kommen wie der Frühling nach dem Winter: die Wahlplakatvandalen. Doch was steckt hinter dem Phänomen? Weshalb Vandalismus als Spiegel der Gesellschaft verstanden werden kann – und was die Parteien dagegen tun.
Alle vier Jahre wieder: In den Wochen vor den Kommunalwahlen verwandeln sich die Strassenränder der Region in einen Schilderwald. Von Dutzenden Plakaten blicken die Köpfe der Kandidierenden der Stimmbevölkerung entgegen. Still sprechen sie einem zu: «Wählt mich! Ich bringe Veränderung!» Und immer wieder kommt es während des Wahlkampfs zu Vandalismus.
Ob sabotiertes SP-Plakat oder verschmierte SVP-Wahlwerbung – in Illnau-Effretikon kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Fällen von Vandalismus an Wahlplakaten. Auch dieses Jahr melden die Parteien pünktlich zum Wahlkampf wieder Vorfälle.
Grosse Parteien besonders betroffen
Ueli Kuhn, Präsident der SVP Illnau-Effretikon, schreibt auf Anfrage: «Leider wird unsere Partei auffällig häufig Opfer von Plakatvandalismus. Stand heute (16. Februar, Anmerkung der Redaktion) sind es zwölf Vorfälle von mutwilliger Zerstörung.»

