« Das ist das erste Mal, dass ich so etwas in Illnau-Effretikon erlebe » , sagt Kantons- und Gemeinderat René Truninger (SVP). Als er am Montagmorgen an seinen Kantonsrats-Wahlplakaten vorbeifuhr, stellte er fest, dass diese Vandalen zum Opfer gefallen waren. « Profit-Marionetten » steht auf einer Wand, die Truninger mit den Parteikollegen Daniel Huber und Roland Wettstein teilt. « Bei Kokainbedarf melden, FCK SVP » auf einer anderen.
Links-radikale Sprayer?
Truninger vermutet hinter den Sprayern Personen aus der links-radikalen Ecke: « Das sieht man an den Sprüchen. » Die Täter sind seiner Einschätzung gemäss politisch nicht uninteressiert: « Mit dem Kokain-Spruch spielen die vermutlich auf die Affäre um den SVP-Nationalrat Luzi Stamm an. »
Der Kantonsrat hat für diese Art Meinungsäusserung wenig Verständnis: « Alle Parteien sollen Werbung für ihre Sache machen dürfen. Dass ausgerechnet jene Kreise, die sonst immer die Demokratie und freie Meinungsäusserung beschwören, Plakate verunstalten, ist nicht in Ordnung. »

