Das SBB-Abstellgleis in Wetzikon und der schwierige Spagat des Stadtrats
Kemptner wehren sich
Die geplante SBB-Abstellanlage beim Bahnhof Kempten ist für die Anwohnerinnen und Anwohner ein rotes Tuch. An einem Informationsabend machten sie ihrem Ärger über drohenden Lärm und verlorenen Wohnraum Luft.
Kurz vor 19 Uhr am Donnerstagabend. Die Aula in der alten Turnhalle Wetzikon füllt sich – die rund 200 Plätze sind bis auf den letzten besetzt. Es ist ein eisiger Wind, welcher der SBB und dem Stadtrat an diesem Abend entgegenbläst. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Hochbauvorsteher Stefan Lenz (FDP) beim Eingang freundlich lächelnd Hände schüttelt, die Leute begrüsst und einige nette Worte mit ihnen wechselt.
Währenddessen verteilen die Verantwortlichen der IG Lebensqualität am Gleis Flyer an die Ankommenden, auf denen sie erklären, warum man sich unbedingt gegen die Pläne der SBB und der Stadt Wetzikon stellen soll. Damit tragen sie allerdings Wasser in den Aabach – denn sich gegen die Stadt und die SBB zu stellen, ist ohnehin der Plan der meisten Anwesenden.
Anlass für den Grossandrang ist ein Informationsabend zur Machbarkeitsstudie, an welcher sich die Stadt zusammen mit den SBB und dem Kanton Zürich beteiligt. Dabei geht es darum, zu prüfen, ob auf dem Binzacherareal eine Abstellanlage der Bundesbahnen entstehen soll.

