Kemptner wehren sich gegen SBB-Ausbaupläne in Wetzikon
David gegen Goliath
Die SBB haben ein schweres Los: Alle wollen mehr Platz in den Zügen, aber niemand will, dass die zusätzlichen Wagen in ihrer unmittelbaren Nähe abgestellt werden. Auch nicht beim Bahnhof Kempten in Wetzikon.
Vor wenigen Wochen, als in Wetzikon das Mühlebühl-Quartierfest gefeiert wurde, sassen einige Anwohnerinnen und Anwohner beisammen und haben über die Pläne der SBB, beim Bahnhof Kempten eine Abstellanlage errichten zu wollen, diskutiert.
Weil das Thema alle damals Anwesenden stark bewegt hat, kontaktierte man in der Folge Stadtrat Stefan Lenz (FDP), den Vorsteher des Ressorts Hochbau und Planung der Stadt Wetzikon. «Er hat uns in seiner gewohnt professionellen und angenehmen Art dargelegt, was die Pläne des Stadtrats und der SBB sind», erklärt Peter Pscheid, Vertreter der IG Lebensqualität am Gleis.
Da habe man bald schon gemerkt, welche Ansichten man teile und welche nicht. Verschiedene Standpunkte zu haben, sei zwar in Ordnung, so Pscheid, davon lebe die Demokratie. Doch sie lebt eben auch vom Beitrag der Bevölkerung, und deshalb haben sich eine Handvoll Anrainer zusammengetan, um sich gegen die vom Stadtrat geplante Machbarkeitsstudie zur SBB-Abstellanlage auf dem Binzacher-Areal zu engagieren.

