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Nicht überzeugt, aber dabei

Wetziker Zweckrationalismus: SBB-Pläne in Kempten werden geprüft

Ganz nach dem Motto: «Wer nicht am Tisch sitzt, steht auf der Speisekarte» beteiligt sich die Stadt Wetzikon an der Machbarkeitsstudie zur geplanten SBB-Abstellanlage am Bahnhof Kempten. Von ihrer kritischen Haltung rückt sie deswegen nicht ab.

Wetziker Zweckrationalismus: SBB-Pläne in Kempten werden geprüft

Nicht überzeugt, aber dabei

Ganz nach dem Motto «Wer nicht am Tisch sitzt, steht auf der Speisekarte» beteiligt sich die Stadt Wetzikon an der Machbarkeitsstudie zur geplanten SBB-Abstellanlage am Bahnhof Kempten – bleibt aber kritisch.

Die Zahl der ÖV-Reisenden steigt stetig. Heute nutzen laut SBB rund 700’000 Personen täglich das Zürcher S-Bahn-Netz. Bis 2050 rechnen die Bundesbahnen mit einem Zuwachs von 30 bis 50 Prozent. Mit mehr Zügen steigt auch der Bedarf an Abstellflächen. Dafür haben die SBB das Binzacher-Areal beim Bahnhof Kempten in Wetzikon ins Auge gefasst.

Der Bedarf umfasst mindestens drei Gleise mit je 300 Metern Länge für bis zu sechs Züge. Eine erweiterte Variante sieht sechs Gleise für bis zu zwölf Züge vor. Dafür würden rund 15’000 bis 20’000 Quadratmeter benötigt, was etwa zwei bis drei Fussballfeldern entspricht.

Der Wetziker Stadtrat stand diesem Vorhaben bisher eher kritisch gegenüber. An seiner Sitzung vom 30. September hat er beschlossen, sich an einer «ergebnisoffenen Machbarkeitsstudie» zu beteiligen. Dies in erster Linie, um sicherzustellen, dass die städtischen Interessen eingebracht werden und eine belastbare Entscheidungsgrundlage geschaffen wird.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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