Dübendorf budgetiert ein Minus von 4,5 Millionen Franken
Weil die Steuerkraft Dübendorfs gestiegen ist, klafft 2027 ein Loch in den Finanzen der Stadt. Ein Blick auf die aktuelle Hochrechnung relativiert das Ganze allerdings.
Die Stadt Dübendorf budgetiert für das kommende Jahr ein Minus von 4,47 Millionen Franken, dies bei einem Gesamtaufwand von 252,58 Millionen Franken und einem unveränderten Steuerfuss von 75 Prozent. Für 2027 sind Investitionen in Höhe von 67,89 Millionen Franken geplant.
Gemäss einer Mitteilung des Stadtrats nimmt der Gesamtaufwand gegenüber 2026 um 4,75 Millionen Franken zu. Mehrkosten fallen etwa beim Personal, im Bereich Soziales und bei der Primarschule an.
Auf der Ertragsseite sind zwar höhere Steuereinnahmen budgetiert, doch die gestiegene Steuerkraft hat negative Auswirkungen auf den Ressourcenzuschuss. 2026 betrug dieser noch 15,1 Millionen Franken, 2027 gibt es für die Stadt keinen Rappen. Damit gehört Dübendorf zur Minderheit der Gemeinden im Kanton, die weder in den Finanzausgleich einzahlen noch daraus Geld erhalten.
Aktuell läuft es super
Das Minus im Voranschlag relativiert sich etwas mit Blick auf die aktuelle Hochrechnung. Budgetiert war für 2026 eine schwarze Null, doch nun geht der Stadtrat von einem Ertragsüberschuss von fast 26 Millionen Franken aus. Dies in erster Linie, weil die Grundstückgewinnsteuern deutlich höher ausfallen werden.
Bereits in den Vorjahren waren es die Grundstückgewinnsteuern, die in der Stadt Dübendorf mit ihrer regen Bautätigkeit regelmässig für hohe bis sehr hohe Überschüsse gesorgt haben.

