Bei der Stadtpolizei Uster wurden Rechnungen jahrelang gesplittet
Mindestens seit 2022
Strassensperren und ein Polizeiauto? Mit einem neuen Dokument kommen noch wesentlich mehr auffällige Rechnungen der Stadtpolizei ans Licht – und werfen Fragen auf.
Mobile Strassensperren für das Stadtfest, ein BMW mit 300 PS: Dass bei der Stadtpolizei Uster Rechnungen aufgeteilt wurden, um höhere Bewilligungsinstanzen zu umgehen, ist seit einigen Wochen bekannt. Die Stadt sprach von einem Gesamtbetrag von rund 500’000 Franken.
Nun zeigt ein unveröffentlichter Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO vom 19. Mai: Die mutmasslichen Verstösse reichen mindestens bis ins Jahr 2022 zurück und umfassen mindestens eine Viertelmillion Franken mehr als bisher angenommen. Damit nimmt die Rechnungsaffäre eine neue Dimension an – sowohl zeitlich als auch finanziell.
Auf den zusätzlichen Bericht machte zuerst die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) aufmerksam. Jetzt liegt das Dokument der Redaktion vor. Mit insgesamt elf mutmasslich falschen Rechnungen der Stadtpolizei über insgesamt rund 774’000 Franken zeichnet der BDO-Bericht das Bild einer systematischen Manipulation.

