FDP/Mitte-Fraktion: «Einen Rücktritt kann man nur nahelegen»
Reaktionen der Fraktionen
Der Ustermer Stadtrat wusste schon vor den Wahlen von der Autorisierung der aufgesplitteten Rechnungen durch die Sicherheitsvorsteherin. Jetzt verschärft sich der Ton aus dem Parlament.
Die Rechnungsaffäre rund um die Stadtpolizei Uster nahm in dieser Woche eine neue Wende. Nicht nur innerhalb der Stadtpolizei wurden Kosten regelwidrig aufgesplittet, sondern auch Sicherheitsvorsteherin Beatrice Caviezel (GLP) unterzeichnete im Vorfeld des Stadtfests zumindest in einem Fall eine auf mehrere Rechnungen aufgesplittete Beschaffung von Anti-Terror-Sperren.
Besonders brisant: Caviezel hatte den Gesamtstadtrat schon vor den Erneuerungswahlen am 12. April informiert und sich für die Kompetenzüberschreitung entschuldigt. Das räumte Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) nach anfänglichem Dementi am Mittwoch in einem Interview mit dieser Redaktion ein. Die Öffentlichkeit erfuhr von den Verfehlungen allerdings erst Monate später – nach den Wahlen. Caviezel wurde mit einem sehr guten Resultat wiedergewählt.

