Rechnungsaffäre in Uster: Das ist bisher bekannt
Eine Chronologie der Ereignisse
Die Vorgänge rund um die Stadtpolizei Uster haben eine neue Dimension erreicht. Eine Auslegeordnung zeigt, was bisher bekannt ist, wer wann informiert war und welche Fragen noch offen sind.
September 2025, Stadtfest Uster: Die Besuchenden feiern, singen zur Stubete Gäng, die Stadt pulsiert. Der Stadtrat empfängt Gäste auf dem Stadthaus in der Rooftop-Bar – mit Bier in der Hand und Blick über die Dächer.
Wenige Monate später steht ausgerechnet dieses Fest am Anfang einer politischen Affäre. Eine Rechnung über rund 155’000 Franken für Anti-Terror-Sperren wirft Fragen zu Kontrollen, Zuständigkeiten und Verantwortung auf.
Denn: Die Stadtpolizei ist nicht befugt, eine Rechnung in dieser Höhe freizugeben. Um eine Genehmigung des Gesamtstadtrats zu umgehen, wird die Rechnung in vier Teile à 38’000 Franken gesplittet. Immer noch zu hoch, um nur durch die Polizei freigegeben zu werden, aber in der Finanzkompetenz der zuständigen Stadträtin Beatrice Caviezel (GLP). Sie unterschreibt die Rechnungen – und gibt die regelwidrig gesplitteten Ausgaben so frei.

