Politik

Nach Postulat

Die Stadt Wetzikon hält an der Spitex Bachtel fest

Im letzten Jahr diskutierten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier in Wetzikon über eine Auflösung der Vereinbarung mit der Spitex Bachtel. Ganz zu deren Unmut. Nun ist bekannt, wie es weitergeht.

Die Stadt Wetzikon hält an der Spitex Bachtel fest

Nach Postulat

Im letzten Jahr diskutierten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier in Wetzikon über eine Auflösung der Vereinbarung mit der Spitex Bachtel. Ganz zu deren Unmut. Nun ist bekannt, wie es weitergeht.

Wenn es um ambulante Pflege geht, hat die Stadt Wetzikon stets auf die Spitex Bachtel gesetzt. Die Zusammenarbeit besteht schon seit Januar 2015 – damals aufgrund des Anschluss- und Benutzungsvertrags, seit Juni 2017 aufgrund einer Leistungsvereinbarung. Nun teilt die Stadt Wetzikon mit, dass sie mit benannter Spitex eine neue Rahmenleistungsvereinbarung ausgehandelt hat. Diese wird ab Januar 2027 in Kraft treten.

Die neue Leistungsvereinbarung soll die Zusammenarbeit umfassender als bisher regeln. Neben präziseren Vorgaben zur Verantwortung der Spitex Bachtel AG enthält sie Regelungen zum Beizug von Fachpartnern, zur Qualitätssicherung, zum Reporting, zur Kostenkontrolle und zur Rechenschaft gegenüber der Stadt Wetzikon, heisst es in der Medienmitteilung der Stadt.

Zudem stärkt die neue Vereinbarung die Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten der Stadt. Diese wird künftig im Verwaltungsrat der Spitex Bachtel AG vertreten sein – zusätzlich soll eine Eigentümerstrategie ausgearbeitet werden.

Damit bleibt die Spitex Bachtel AG die zentrale Vertragspartnerin der Stadt und trägt die Gesamtverantwortung des Versorgungsmodells in Wetzikon. Denn die Stadt verzichtet nämlich zurzeit auf ein Submissionsverfahren: Ursprünglich sollten die spezialisierten Pflegeleistungen separat ausgeschrieben werden – das sind Leistungen über der Grundpflege hinaus. Der Stadtrat verzichtet darauf, weil er befürchtet, dass mehrere Anbieter die Zusammenarbeit komplizierter, aufwendiger und teurer machen würden. Deshalb sollen alle ambulanten Pflegeleistungen weiterhin aus einer Hand organisiert werden.

Kommission wollte Leistungen überprüfen und ausschreiben

Die neue Leistungsvereinbarung hängt mit dem Postulat «Erneuerung der Zusammenarbeit der Stadt Wetzikon und der Spitex Bachtel AG» zusammen. In dem hatte die Wetziker Fachkommission ll die Vereinbarung mit der Spitex wegen der hohen Kosten hinterfragt. Deshalb wurde der Stadtrat aufgefordert, eine öffentliche Ausschreibung (Submission) für «spezialisierte pflegerische Leistungen» zu prüfen. Ganz zum Unmut der Spitex-Mitarbeitenden.

Als an der Parlamentssitzung im April 2025 über eine Auflösung der Zusammenarbeit diskutiert wurde, versammelten sich über 100 Personen – darunter Pfleger, Ärztinnen und sonstige Mitarbeitende der Spitex – vor dem Stadthaus und demonstrierten.

Das Postulat wurde an diesem Abend nicht abgeschrieben. Der Stadtrat musste eine einvernehmliche Leistungsvereinbarung aushandeln.

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