Neue Annäherungsversuche in der Maurmer Zeitungsposse
Unendliche Geschichte?
Die private «Maurmer Zeitung» strebt den Zusammenschluss mit der «Maurmer Post» der Gemeinde an. Dort wundert man sich über die Avancen.
Seit 2024 gibt es zwei Publikationen, die sich mit dem Leben in Maur befassen: die wöchentlich erscheinende, traditionsreiche «Maurmer Post», mittlerweile eine reine Gemeindepublikation mit Amtsblattcharakter, und als Newcomerin die «Maurmer Zeitung», die unbequem, angriffig und gerne auch polemisch über die Politik des Gemeinderats berichtet. Das Onlinemedium soll 2026 auch viermal als gedruckte Ausgabe in den Briefkästen der 10’000-Einwohner-Gemeinde landen.
Hintergrund der medialen Konkurrenzsituation ist der faktische Rauswurf von Thomas Renggli als Chefredaktor der «Maurmer Post» vor zwei Jahren. Renggli hatte die Dorfpostille interimistisch geleitet und war im März 2024 über einen einseitigen Artikel zum Tötungsdelikt im Sponstürli gestolpert.
In der Folge rief der Autor, Journalist und seit Kurzem auch (parteilose) Politiker mit einigen Gleichgesinnten den Verein Maurmer Zeitung ins Leben, der heute rund 180 Mitglieder zählt. Die Mission: unabhängiger Lokaljournalismus in Maur.

