Nein zu Asylunterkünften: In Maur verschärft sich das Platzproblem
Konsequenzen einer Abstimmung
Eigentlich wollte der Gemeinderat in Maur zwei bestehende Asylunterkünfte ausbauen. Doch nach dem Urnenentscheid vom Sonntag tritt ausgerechnet das Gegenteil ein.
Maur steht nach dem Abstimmungssonntag vor einer grossen Herausforderung. Das Stimmvolk lehnte den vollumfänglichen Ausbau der Asylunterkünfte für 4,7 Millionen sowie die abgespeckte Variante für 2,7 Millionen Franken ab. Die zweite Variante wurde wegen gerade mal zehn Stimmen verworfen.
Aus Sicht des Gemeinderats dürften dabei verschiedene Faktoren eine Rolle gespielt haben. Auf Anfrage schreibt er: «Dazu gehören insbesondere die Höhe der Investitionskosten und die Tatsache, dass Vorlagen im Asylbereich derzeit in vielen Gemeinden politisch einen schwierigen Stand haben.»
Die Asylunterkünfte in Ebmatingen und in Aesch werden also nicht erweitert. Dies, obwohl die Gemeinde die vom Kanton vorgeschriebene Asylquote nicht erfüllt. Anstatt 163 leben lediglich 139 Asylsuchende in Maur. Und so schnell wird die Gemeinde die Quote auch nicht erfüllen können. Denn das Abstimmungsresultat stellt die Gemeinde vor ein Problem.

