Kompromiss bei den Mülldeponien – gestaffelt statt gleichzeitig
Durchatmen, so schlimm wirds nicht
Die geplante Deponie Leerüti bei Egg machts möglich: Nach den neusten Plänen des Kantons kann dort Abfall aller Kategorien gelagert werden. Dadurch braucht es andere Standorte noch nicht so bald.
Wohin nur mit dem ganzen Abfall, der nicht recycelt werden kann? Diese Reststoffe landen letztlich in Deponien, die verteilt auf dem Kantonsgebiet liegen. Und wo solche Deponien betrieben werden sollen, ist eine schwierige und emotionale Frage zugleich. Das zeigt sich auch im Oberland.
Zurzeit befindet sich der Kanton in der langfristigen Planung für mögliche Deponiestandorte. Als vor gut eineinhalb Jahren erstmals die sogenannte «Gesamtschau Deponien» vorgestellt wurde, regte sich Widerstand in der Region. Das Gebiet zwischen Greifensee und Rüti weist heute schon kantonsweit die höchste Deponiedichte auf – und zu den bereits im Richtplan verankerten Standorten sollten noch weitere hinzukommen.
Doch jetzt gibt es gute Nachrichten: Zur erwarteten, starken Konzentration an Deponien wird es nicht kommen. Der Regierungsrat hat gut 3260 Einwendungen ausgewertet und in der Folge die Revisionsvorlage für den kantonalen Richtplan angepasst. Das Geschäft hat er nun zuhanden des Kantonsrats verabschiedet.

