Kirchenmitglieder streiten über Hausvertrag und Waldverkauf
An der Gemeindeversammlung der Evangelisch-reformierten Kirche in Illnau-Effretikon ging es unter anderem um die Änderung des Kaufvertrags des Hauses an der Glärnischstrasse. Doch gestritten wurde um vieles.
Es dauerte kaum fünf Minuten, bis es an der Kirchgemeindeversammlung der Evangelisch-reformierten Kirche Illnau-Effretikon schon knallte. Ein Stimmberechtigter verliess wutentbrannt den Saal, während über einen Antrag zur Protokollgenehmigung diskutiert wurde.
Konkret ging es um eine Passage aus der Juni-Sitzung, in der Stadtparlamentarierin Simone Schädler (EVP) im Zusammenhang mit der damaligen Initiative zur massiven Reduktion der Finanzkompetenz der Kirchenpflege gesagt hatte, man könne aus der Kirchgemeinde austreten, wenn es einem nicht passe. Schädler hatte den Vorstoss zudem als «böse» bezeichnet. Die beiden Aussagen sollten ins Protokoll aufgenommen werden, was schliesslich mit 32 zu 29 Stimmen angenommen wurde.
Ein schon fast plakatives Ergebnis für das, was in der Kirchgemeinde los ist. Schon seit einiger Zeit ist die Gemeinde in zwei Lager gespalten: die Evangelikalen und die Reformierten. Das Initiativkomitee, das zu den traditionell Reformierten zählt, zog den Vorstoss zwar damals zurück, doch der Unmut über die Aussage blieb.

