Der Konflikt in der Reformierten Kirche Illnau-Effretikon ist noch lange nicht beigelegt
Eine Versammlung mit Biss
Ob über den Jahresbericht oder die Kirche in Kyburg: Die Anwesenden nahmen bei der Kirchgemeindeversammlung kein Blatt vor den Mund.
Kaum waren die 87 Stimmberechtigten an der Versammlung vom Dienstagabend der Kirchgemeinde Illnau-Effretikon begrüsst worden, ging es auch schon ums Eingemachte. Ein Votant stellte gleich einen Antrag, dass der zweite und inoffizielle Teil protokolliert werden solle. «Es sind zwei wichtige Geschäfte», betonte dieser.
Damit bezog er sich auf zwei Dinge, die zuvor schon für rauchende Köpfe gesorgt hatten: das Debakel mit der Kirche Kyburg, wo die Kirchenbänke ohne Genehmigung demontiert wurden, und den künftigen Umgang mit den Kirchengebäuden.
Auch wenn vom Präsidium der Kirchenpflege versichert wurde, dass es sich beim genannten Teil bloss um eine Information handeln werde, so schien der Redebedarf der Anwesenden doch enorm. Der Antrag wurde von einer grossen Mehrheit genehmigt.
