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Bedenkenlos trinkbar

Trinkwasser in Mönchaltorf kratzt am Grenzwert

Das kantonale Labor hat im Grundwasser von Mönchaltorf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Die Werte liegen knapp unter dem Höchstwert.

Der Weiler Lindhof in Mönchaltorf. (Archiv)

Seraina Boner

Trinkwasser in Mönchaltorf kratzt am Grenzwert

Bedenkenlos trinkbar

Das kantonale Labor hat im Grundwasser von Mönchaltorf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Die Werte liegen knapp unter dem Höchstwert.

Ende Oktober hatte das kantonale Labor die Trinkwasserqualität in Mönchaltorf unter die Lupe genommen. Im Rahmen dieser regelmässigen Untersuchungen wurden Wasserproben in den beiden Zonen Lindhof und Dorf des Trinkwassernetzes entnommen.

Das kantonale Labor untersuchte die Proben auf die «Ewigkeitschemikalien» PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) und auf weitere chemische Rückstände. In der Zone Lindhof, welche die nordöstlich gelegenen Gebiete Wüeri und Lindhof umfasst, stiessen die Chemiker dabei auf eine Belastung durch Reste eines Pflanzenschutzmittels. Diese liegt nur knapp unter den Grenzwerten.

Konkret handelt es sich um Abbauprodukte des Fungizids Chlorothalonil, die im Oberland immer mal wieder in Trinkwasserproben nachgewiesen werden. Der Höchstwert für diese Chlorothalonil-Metaboliten liegt bei 0,1 Mikrogramm pro Liter (µg/l). Ein Mikrogramm ist ein Millionstel Gramm. In der Druckzone Lindhof wurde eine Belastung von 0,091 µg/l nachgewiesen.

Chlorothalonil ist ein synthetischer Wirkstoff. Er wurde in den 1970er Jahren in der Landwirtschaft eingesetzt, um Pflanzen vor Pilzkrankheiten zu schützen. Verboten ist die Chemikalie erst seit 2020. Die Abbauprodukte des Pflanzenschutzmittels sind sehr wasserlöslich, sie können ins Grundwasser gelangen und von dort ins Trinkwasser.

Das Wasser ist bedenkenlos trinkbar

Für die Mönchaltorferinnen und Mönchaltorfer soll das kein Grund zu Beunruhigung sein. Der Höchstwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter ist vorsorglich festgelegt. Auch beim Konsum von Trinkwasser, das diesen Wert übersteigt, bestehe keine unmittelbare Gesundheitsgefahr, teilt die Gemeinde mit: «Das Wasser ist weiterhin als Trinkwasser bestens geeignet.»

Trinkwasser
Im Trinkwasser in Mönchaltorf wurden Abbauprodukte eines Fungizids nachgewiesen. Das Wasser ist dennoch bedenkenlos trinkbar. (Symbolbild)

Im Sinne der Vorsorge sollen die rechtlichen Bestimmungen dazu beitragen, die Belastung der Bevölkerung mit unerwünschten chemischen Stoffen so tief wie möglich zu halten. 

Die Belastung knapp unterhalb des Höchstwerts betrifft ausschliesslich die Zone Lindhof, die grösstenteils über Grundwasser versorgt wird. Die Zone Dorf bezieht Seewasser von der Gruppenwasserversorgung Zürcher Oberland AG. Dieses Seewasser wird mit dem Grundwasser durchmischt, um die Konzentration der Chlorothalonil-Metaboliten zu reduzieren.

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