Wetzikon sagt Ja zum Neubau des Strandbads Auslikon
Das Wetziker Stimmvolk stimmt dem Neubau der Infrastruktur in der Badi Auslikon zu. Nach mehreren Verzögerungen rückt die Umsetzung damit in Sichtweite.
Die Infrastruktur des Strandbads Auslikon am Pfäffikersee ist in die Jahre gekommen – das ist schon länger klar. Hinzu kommt, dass das Kioskgebäude zu nahe am Chämtnerbach steht und daher abgerissen werden muss. Damit der Betrieb des Bads nach wie vor erlaubt bleibt, plant die Stadt Wetzikon schon länger einen Neubau.
Jetzt konnten die Bürgerinnen und Bürger an der Urne über das Projekt entscheiden. Mit 63,68 Prozent Ja-Anteil stimmten sie dem Baukredit von 6,34 Millionen Franken zu. Die Stimmbeteiligung lag bei 47,8 Prozent.
Der Abstimmung vorausgegangen war eine längere Vorgeschichte: Bereits im Sommer 2021 hatte der Stadtrat den Neubau erstmals angekündigt, vor drei Jahren bewilligte er einen Projektierungskredit.

Ursprünglich hätte der Neubau der Badi bereits im Frühjahr 2024 bezugsbereit sein sollen. Weil sich der Aufwand für die Planung als grösser entpuppte als angenommen, entkoppelte man die Verkehrserschliessung vom eigentlichen Badi-Projekt.
Teurer als anfänglich angenommen
In der Folge konnte man die Planungen weiter vorantreiben – mit Verspätung. Im April dieses Jahrs kam das Projekt dann ins Parlament. Nach Diskussionen über die Kosten und Vergleichen mit den Badis in Greifensee und Egg verhalf das Argument, die Konzession könnte verloren gehen, dem Baukredit zum Durchbruch.
Mehr als 6 Millionen Franken – so teuer hätte das Projekt ursprünglich nicht werden sollen. Als man 2021 mit der Planung startete, kalkulierte man noch deutlich tiefere Kosten ein: Von zwei Millionen Franken war damals die Rede. Man habe die Komplexität des Projekts unterschätzt, räumte Stadträtin Sandra Elliscasis (FDP) schliesslich ein.
Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten im Herbst 2026 beginnen und zu Beginn der Badesaison 2027 abgeschlossen sein. Das Strandbad Auslikon wurde 1958 zuletzt neu gestaltet. Seit 1964 ist es im Eigentum der Stadt Wetzikon.
