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Nach langer Vorgeschichte

Sozialdienst Bezirk Pfäffikon gewährt Einblick in die umstrittenen Räume

Zwei Urnengänge waren nötig, um den jährlich wiederkehrenden Kredit für die Zentralisierung des Sozialdiensts Pfäffikon zu genehmigen. Nun werden die Räume in Pfäffikon präsentiert.

Sophie-Guyer-Strasse in Pfäffikon: An dieser Adresse will der Sozialdienst Bezirk Pfäffikon seine Beratungs- und Dienstleistungsangebote zentralisieren. (Archiv)

Foto: Sandro Compagno

Sozialdienst Bezirk Pfäffikon gewährt Einblick in die umstrittenen Räume

Nach langer Vorgeschichte

Zwei Urnengänge waren nötig, um den jährlich wiederkehrenden Kredit für die Zentralisierung des Sozialdiensts Bezirk Pfäffikon zu genehmigen. Nun werden die Räume in Pfäffikon der Öffentlichkeit präsentiert.

Mit der Zusammenlegung der verschiedenen Standorte des Sozialdiensts Bezirk Pfäffikon (SDBP) konnte am 1. April ein Schlussstrich unter ein jahrelanges Hickhack gezogen werden. Darum gewähren die Verantwortlichen Anfang September Einblick in die umstrittenen Räume an der Sophie-Guyer-Strasse 9 in Pfäffikon.

Der Streit um den Sozialdienst Bezirk Pfäffikon kam eigentlich im letzten November zu einem Ende: Die Bevölkerung des Bezirks Pfäffikon sprach sich an der Urne für eine Zusammenlegung aus. Einzig die Kesb verbleibt nach wie vor in Illnau.

Die knapp 65 Prozent Ja-Stimmen für den wiederkehrenden Kredit von 280’318 Franken überraschten, war das Projekt doch vier Jahre zuvor noch von allen zehn Bezirksgemeinden mit rund 70 Prozent Nein-Stimmen versenkt worden. Damals hatte der Kredit noch 320’000 Franken betragen.

Streit inklusive Stimmrechtsbeschwerde

Zwischenzeitlich hatten die Gemeindeexekutiven von Illnau-Effretikon, Fehraltorf, Pfäffikon, Hittnau, Russikon und Lindau auf eigene Faust der Zusammenlegung mit jährlich wiederkehrenden Mehrausgaben von knapp 67’000 Franken zugestimmt und damit das Nein aus Bauma, Weisslingen, Wila und Wildberg überstimmt. Damit hätte die Geschäftsstelle an der Sophie-Guyer-Strasse ausgebaut werden sollen, um zumindest einen Teil des Sozialdiensts und die Fachstelle Sucht zusammenzuführen.

Doch dieses Vorhaben wurde durch eine Stimmrechtsbeschwerde ausgebremst. Rekurrent Daniel Huber von der SVP Illnau-Effretikon hatte kritisiert, dass die Höhe des Kredits den Höchstbetrag von 120’000 Franken übersteigt, den die Exekutiven auf eigene Faust genehmigen dürfen. Denn: Der Gesamtbetrag der Mietkosten für die Räumlichkeiten betrage mehr. Der Bezirksrat unterstützte den Rekurs, und das Geschäft kam erneut an die Urne – mit leicht reduziertem Kredit.

Mit dem Ja im November 2024 folgte dann der Erlösungsschlag. Der Umzug konnte im Frühling endlich erfolgen. «Der Bevölkerung, die mit der Urnenabstimmung den Zusammenschluss des Sozialdiensts erst ermöglicht hat, möchten wir nun Gelegenheit geben, die bezogenen Geschäftsräume zu besichtigen», heisst es auf der Website des SDBP. So sind die Räume an der Sophie-Guyer-Strasse 9 in Pfäffikon am Dienstag, 9. September, von 17 bis 19 Uhr für Interessierte geöffnet.

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