Abo

Politik

Zentralisierung des Sozialdienstes gescheitert

Der Sozialdienst wollte in Pfäffikon grössere Räume beziehen. Sämtliche Bezirksgemeinden und rund 70 Prozent der Stimmbürger erteilten diesem Plan eine Abfuhr.

Der Sozialdienst Bezirk Pfäffikon muss seinen Traum vom geplanten Umzug begraben. Die Idee war an der Urne in sämtlichen Bezirksgemeinden chancenlos: Das Resultat hätte kaum eindeutiger ausfallen können. Der Vorschlag des Sozialdienstes Bezirk Pfäffikon (SDBP) wird an der Urne von allen Bezirksgemeinden sowie von über zwei Dritteln der Stimmbürger abgeschmettert. Die Platzprobleme des Sozialdienstes bleiben also vorerst bestehen.

Der Sozialdienst plante den Umzug und die Zentralisierung des Zwecksverbands von den drei bisherigen Standorten in Pfäffikon und Effretikon in eine grössere Liegenschaft an der Sophie-Guyer Strasse 9 in Pfäffikon. Dazu hätten die Mehrheit der Bezirksgemeinden sowie die Mehrheit aller gültigen Stimmzettel einem jährlich wiederkehrenden Kredit von 320‘000 Franken zustimmen müssen.

Vor der Abstimmung hatten sich unter den Pfäffiker Bezirksparteien lediglich die SVP und die GLP gegen den Antrag des Sozialdienstes ausgesprochen: Sie fanden das Projekt zu teuer, zu risikoreich und zu gross dimensioniert. Die RPK hatte zuvor aus denselben Gründen empfohlen, den Antrag abzulehnen. Die übrigen Parteien begrüssten das Begehren des Sozialdienstes hingegen in ihren Stellungnahmen. Ausschlaggebend waren vor allem die prekären Platzbedingungen und die stetig steigende Anzahl Fälle, die der Sozialdienst Pfäffikon übernimmt.

In Bauma fiel das Urteil besonders harsch aus: Auf nicht einmal 23 Prozent der gültigen Stimmzettel fand der geplante Umzug Anklang. Auch in den anderen Gemeinden blieben die Ja-Stimmen weit abgeschlagen. «Das Gesamtprojekt Sophie-Guyer Strasse ist jetzt passé», sagt Barbara Schmid (SVP), Präsidentin des Verbandsvorstands.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.