Der Sozialdienst Bezirk Pfäffikon muss seinen Traum vom geplanten Umzug begraben. Die Idee war an der Urne in sämtlichen Bezirksgemeinden chancenlos: Das Resultat hätte kaum eindeutiger ausfallen können. Der Vorschlag des Sozialdienstes Bezirk Pfäffikon (SDBP) wird an der Urne von allen Bezirksgemeinden sowie von über zwei Dritteln der Stimmbürger abgeschmettert. Die Platzprobleme des Sozialdienstes bleiben also vorerst bestehen.
Der Sozialdienst plante den Umzug und die Zentralisierung des Zwecksverbands von den drei bisherigen Standorten in Pfäffikon und Effretikon in eine grössere Liegenschaft an der Sophie-Guyer Strasse 9 in Pfäffikon. Dazu hätten die Mehrheit der Bezirksgemeinden sowie die Mehrheit aller gültigen Stimmzettel einem jährlich wiederkehrenden Kredit von 320‘000 Franken zustimmen müssen.
Vor der Abstimmung hatten sich unter den Pfäffiker Bezirksparteien lediglich die SVP und die GLP gegen den Antrag des Sozialdienstes ausgesprochen: Sie fanden das Projekt zu teuer, zu risikoreich und zu gross dimensioniert. Die RPK hatte zuvor aus denselben Gründen empfohlen, den Antrag abzulehnen. Die übrigen Parteien begrüssten das Begehren des Sozialdienstes hingegen in ihren Stellungnahmen. Ausschlaggebend waren vor allem die prekären Platzbedingungen und die stetig steigende Anzahl Fälle, die der Sozialdienst Pfäffikon übernimmt.
In Bauma fiel das Urteil besonders harsch aus: Auf nicht einmal 23 Prozent der gültigen Stimmzettel fand der geplante Umzug Anklang. Auch in den anderen Gemeinden blieben die Ja-Stimmen weit abgeschlagen. «Das Gesamtprojekt Sophie-Guyer Strasse ist jetzt passé», sagt Barbara Schmid (SVP), Präsidentin des Verbandsvorstands.

