Parkleitsystem um den Pfäffikersee wird konkret
Noch dieses Jahr nimmt in den Gemeinden Pfäffikon, Seegräben und Wetzikon das geplante Parkleitsystem seinen Betrieb auf. Damit soll das Gebiet um den Pfäffikersee besser geschützt werden.
Ein Blick auf die Tafel reicht, und es ist klar, ob bei der Badi Baumen in Pfäffikon, in Auslikon oder doch erst in Wetzikon am See ein freier Parkplatz verfügbar ist: Das Projekt «Parkleitsystem um den Pfäffikersee» steht kurz vor seinem Abschluss.
Damit sollen Autofahrerinnen und Autofahrer künftig zielgerechter zu freien Parkplätzen geleitet werden, wodurch der Verkehr entlastet und auch die Umweltbelastung gesenkt wird.
Dafür ist eine infrastrukturelle Aufrüstung notwendig. Parkplätze müssen neu beschildert und angepasst werden, es braucht zusätzliche Wegweiser, und es müssen Parkleitsystemanzeigen installiert werden. Vor allem Pfäffikon und Wetzikon müssen jetzt in diese Infrastruktur investieren. In diesem Herbst solle das System umgesetzt werden, schreibt die Stadt Wetzikon auf Anfrage.

Seegräben hat bereits im Jahr 2020 ein Parkleitsystem eingeführt. «In Seegräben war der ‹Druck› für eine Verkehrslenkung aufgrund des Ausflugsverkehrs am höchsten bei den drei Gemeinden», schreibt Marc Thalmann, Seegräbner Gemeindeschreiber, auf Anfrage. Daher sei entschieden worden, die Planung des Parkleitsystems in Seegräben vorzuziehen und die Erweiterung in Pfäffikon und Wetzikon zu einem späteren Zeitpunkt umzusetzen. Das Parkleitsystem in Seegräben wird darum nun in das Gesamtkonzept mit Pfäffikon und Wetzikon integriert.
Die Kosten für das Parkleitsystem belaufen sich auf gesamthaft 354’000 Franken. Pfäffikon trägt einen Kostenanteil von 174’000 Franken, Seegräben zahlt 36’000 Franken und Wetzikon 144’000 Franken.
Weitere Massnahmen
Das neue Parkleitsystem ist ein Aspekt im Konzept «Mobilität und Umwelt Pfäffikersee». Der Regierungsrat präsentierte 2019 das Konzept, um die bundesrechtlichen Vorgaben zum Natur- und Landschaftsschutz zu berücksichtigen und die Erreichbarkeit der Ausflugsziele um den Pfäffikersee langfristig zu gewährleisten.
Kurz gesagt: Die Natur um den Pfäffikersee soll erhalten bleiben, die Bevölkerung soll sich trotzdem eine Naherholung erlauben dürfen.
Das Konzept hat den Kanton schon seit Jahrzehnten beschäftigt. Als es dann aber konkret wurde, bestand eine Massnahme darin, den Campingplatz Auslikon zu schliessen, da sich dieser im Moorschutzgebiet befand. Es formte sich Widerstand, dieser war jedoch zwecklos, und der Campingplatz schloss im Herbst 2023 definitiv.
In Pfäffikon sind in diesem Frühjahr bereits die Gratisparkplätze an der Uster- und der Ruetschbergstrasse abgeschafft worden, weil sich diese im Schutzgebiet der Moorlandschaft befanden.
Auch die insgesamt 260 Parkplätze bei der Badi Auslikon stehen in der Moorlandschaft, weswegen sie abgebaut werden müssen. Im letzten Jahr sind diese bereits um die Hälfte abgeschafft worden – bis 2027 muss das gesamte Parkplatzareal gemäss Konzept zurückgebaut werden.
Die Idee war, die Parkplätze an den Rand des Dorfs zu versetzen. Jedoch formierte sich auch hier Widerstand von der Ausliker Bevölkerung, weswegen nun andere Varianten geprüft werden. Sollte es keine Alternative geben, würden die Parkplätze dennoch an den Dorfrand verschoben, betonten damals die Verantwortlichen vom Kanton.