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Politik

Kampf gegen Parkplatz geht weiter

160 Parkplätze am Westrand von Auslikon – so der Plan des Kantons. Doch die Bewohner des Dorfes setzen sich nach wie vor zur Wehr.

Kampf gegen Parkplatz geht weiter

Die Ausliker geben nicht auf

Langsam nehmen die Pläne konkrete Formen an: Am westlichen Dorfausgang von Auslikon soll ein neuer Parkplatz entstehen. Die Bewohner machen nun mit einer IG mobil.

Die Pfäffiker Aussenwacht Auslikon wurde nicht umsonst schon als kleines Dorf in Gallien bezeichnet, das sich gegen eine Grossmacht wehrt. Anders als bei Asterix und Obelix sind es zurzeit aber nicht die Römer, welche die Dorfbewohner bedrohen, sondern die Auswirkungen des Konzepts «Mobilität und Umwelt Pfäffikersee», welches der Regierungsrat im Herbst 2019 präsentierte.

Nebst diversen Massnahmen – unter anderem Bewirtschaftung der Parkierungsanlagen rund um den See, Verbesserung der Busverbindungen nach Seegräben oder die Aufhebung des Campingplatzes Auslikon – ist darin auch eine Verlegung der Parkplätze aus dem Moorschutzgebiet vorgesehen.

Rund 750'000 Besucher strömen jedes Jahr an den Pfäffikersee. All diese Besucherinnen und Besucher generieren Verkehr und dieser Verkehr beeinträchtigt den Erholungs- und Naturwert dieser einmaligen Landschaft. Zwischen motorisiertem Individualverkehr (MIV) und Fuss- und Veloverkehr ergeben sich an Ausflugstagen immer wieder erhebliche Konflikte.
Das Projekt Mobilität und Umwelt Pfäffikersee soll dazu beitragen, das Gebiet in seiner Landschafts-, Natur- und Erholungsqualität zu erhalten und aufzuwerten, indem es Aktivitäten und Massnahmen im Umfeld des Pfäffikersees mit Einfluss auf den Freizeitverkehr definiert und koordiniert. So sollen durch Parkplätze beanspruchte Flächen innerhalb des Moorschutz-Perimeters zurückgewonnen und aufgewertet werden. Auch durch die Schliessung des Campingplatzes Auslikon wird ein bedeutender zusätzlicher Beitrag zu Gunsten des Moorschutzes geleistet.
Die Verkehrsarten werden auf verschiedenen, für die Erholungsnutzung wichtigen Strecken entflochten. Damit wird die Verkehrssicherheit für den Fuss- und Veloverkehr erhöht, dessen Attraktivität wird mit weiteren, gezielten Massnahmen gesteigert. Mit einer besseren ÖV-Erschliessung von Seegräben, die auf den Freizeitverkehr der Jucker Farm ausgerichtet ist, soll der Anteil des ÖV deutlich erhöht werden.
Diese Ziele sollen mit insgesamt sieben Umsetzungs-Paketen erreicht werden: Verbesserung der ÖV-Erschliessung in Seegräben, Ersatz für wegfallende Parkierungsflächen im Aathal sowie zeitliche Ausweitung und einfachere Einrichtung der «Phase Rot»; Verkehrsberuhigungsmassnahmen im Weiler Ruetschberg und Verlegung der Kleinstparkplätze entlang der Ruetschbergstrasse auf das ARA-Areal zugunsten eines Radrundwegs; Flächendeckende Einführung der Parkplatzbewirtschaftung; Verlegung der Parkierungsanlagen in Auslikon Nord; Reduktion der Parkierungsanlagen in Auslikon Süd; Einrichtung neuer Veloabstellanlagen und eines Veloverleihsystems; Umgestaltung der Badi Auslikon, Betrieb des Campingplatzes wird auf Ende 2023 eingestellt.

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