Stadt Uster plädiert für einen Autobahnanschluss in Wetzikon
Ein Anschluss mit Wirkung
Soll es bei der Lückenschliessung der Oberlandautobahn einen Anschluss in Wetzikon geben? Jetzt hat sich auch die Stadt Uster zum Thema geäussert.
Die Lückenschliessung der Oberlandautobahn zwischen Uster und Hinwil soll für Entlastung in den umliegenden Gemeinden sorgen. Allerdings sind hierzu noch viele Fragen offen, wie beispielsweise die Lage des Tunnels.
Das Bundesamt für Strassen (Astra) prüft zurzeit mehrere Varianten. Letztes Jahr kam die jüngste Version aufs Tapet: ein langer Tunnel tief im Untergrund.
Jedoch ist neben der Linienführung auch die folgende Frage ungeklärt: Soll es in Wetzikon einen Autobahnanschluss geben? Der Grossteil der betroffenen Gemeinden hat sich bereits dazu geäussert. So wollen Wetzikon und Seegräben auf einen Anschluss verzichten. Auch Gossau braucht diesen nicht zwingend, solange sich das Projekt wegen der Prüfung der Varianten nicht weiter verzögert.
Unmittelbar von den Auswirkungen betroffen sind auch die Gemeinden Hinwil und Uster. Erstere sprach sich klar für die Anbindung an die Oberlandautobahn aus. Jetzt folgt die Stadt Uster dieser Haltung, wie dem Stadtratsbeschluss vom 27. Mai zu entnehmen ist.
Kein grundsätzliches Bekenntnis
Der Stadtrat hält dabei fest, dass durch die Lückenschliessung unabhängig von der Anbindung Wetzikons eine Entlastung zu erwarten ist. Würde der Anschluss aber realisiert, dürfte dies die Aathalstrasse – hauptsächlich das Aatal selbst – zusätzlich entlasten. Zudem wäre auch auf der Sulzbacherstrasse eine Verbesserung zu erwarten. Von einem Anschluss profitieren würden demnach vor allem Sulzbach und ein Teil von Oberuster.
Dass durch die neue Autobahnauffahrt hingegen das Strassennetz in Wetzikon stark belastet würde, kann der Ustermer Stadtrat nachvollziehen. «Die Auswirkungen stellen ohne Zweifel eine Herausforderung dar», heisst es im Beschluss.
Die Exekutive sieht sich aber dazu verpflichtet, die Interessen der eigenen Bevölkerung höher zu gewichten. Deshalb setze er sich für die Variante «Tunnel tief» mit zusätzlichem Anschluss in Wetzikon ein. Der Stadtrat merkt jedoch an, dass die Haltung nicht als grundsätzliche Zustimmung zur Oberlandautobahn zu verstehen sei.
Ob es letztlich einen Anschluss in Wetzikon geben wird, entscheidet das Astra. Ein erster Grundsatzentscheid für eine Variante ist im Verlauf des nächsten Jahrs zu erwarten.
