Zwei Jahre Central Uster: Was der Erfolg mit sich bringt
Die neue Spielzeit im Kulturhaus Central steht an. Diese wird bei der Eröffnung am Samstag auch gefeiert. Zuerst zieht die künstlerische Leitung jedoch Bilanz.
Theater, Comedy, Konzerte, Livehörspiele oder Quizshows – was bietet das Central in Uster eigentlich nicht? Als Sarah Brusis, Miro Maurer und Simon Brusis als künstlerische Leitung die Kulturstätte übernahmen, hatten sie sich vor allem eines auf die Fahne geschrieben: «Wir wollen so divers wie Uster selbst sein.»
Seit zwei Jahren bespielt das Trio die Bühne an der Brauereistrasse. Im ersten Jahr verdoppelte es die Publikumsbesuche, im zweiten kamen nochmals rund 60 Prozent dazu. Die Zahlen belegen, dass die drei mit ihrem Vorhaben ins Schwarze getroffen haben.
Zudem wollten sie Eigenproduktionen entwickeln, die einen Ustermer Bezug haben. Gerade erst im Sommer führten sie das Theaterstück «Spiel mir das Lied von Uster» im Stadtpark auf, das sie selbst geschrieben haben. Zu jeder Aufführung kamen zwischen 200 und 300 Zuschauerinnen und Zuschauer.
Blickt man zurück, sieht man also Erfolge, Erfolge, nichts als Erfolge, oder? «Damit hätten wir auch nicht gerechnet», sagt Sarah Brusis. «Für uns bedeutet das mehr Sicherheit und ein tieferes Vertrauen, dass wir gut beim Publikum ankommen.» Auf die Frage, ob damit auch der Druck steige, lautet die Antwort: «Schon ein bisschen. Wir fragen uns manchmal: Haben wir noch gute Ideen, oder ist bereits alles verpulvert?»

