Invasive Ameisenart macht sich im Oberland breit
In Tann gesichtet
Seit dem letzten Jahr breitet sich die invasive Tapinoma-Ameise verstärkt auch im Oberland aus. Jetzt wurde sie in Tann entdeckt.
Die invasive Ameisenart Tapinoma magnum macht sich im Kanton breit. Bisher sind bereits an 15 Standorten solche Ameisen entdeckt worden. Zwei der grössten Befallsgebiete befinden sich in Uster und zwischen Schwerzenbach und Volketswil. Aber auch in Winterthur, Oberengstringen, Oetwil an der Limmat oder in Zürich wurde sie schon gefunden. Nun ist das invasive Insekt auch in Tann gesichtet worden, wie die Gemeinde Dürnten mitteilt.
Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Art wird meist über den Pflanzenhandel eingeschleppt, etwa durch den Transport von Erde und Pflanzen. Sie gilt als problematisch, weil sie sogenannte Superkolonien bildet: weit verzweigte Netzwerke aus zahlreichen Nestern mit mehreren Königinnen und Millionen von Arbeiterinnen.
Ohne Bekämpfung können die Tapinoma-Ameisen die einheimische Insektenwelt verdrängen und damit die Biodiversität beeinträchtigen. Sie kommen sowohl im Freien als auch in Gebäuden vor, wo sie als lästig empfunden werden. Zudem können sie Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachen. Fachleute weisen darauf hin, dass eine vollständige Beseitigung möglich ist, sofern der Bestand noch nicht zu gross ist.
Beobachtungen melden
Die Gemeinde Dürnten hat nach eigenen Angaben bereits Massnahmen ergriffen und ein spezialisiertes Schädlingsbekämpfungsunternehmen beauftragt. Die Bevölkerung wird gebeten, aufmerksam zu sein. Die Tapinoma-Ameise ist klein, vollständig schwarz, tritt massenhaft auf und reagiert besonders empfindlich auf Störungen. Auffällig ist zudem ein stechender Geruch nach Nagellack, der beim Zerdrücken der Ameisen entsteht.
Wer entsprechende Beobachtungen auf dem eigenen Grundstück macht, soll dies der Neobiota-Kontaktperson der Gemeinde melden: Daniela Baumberger, Telefon 055 251 57 46, E-Mail daniela.baumberger@duernten.ch.