Warum die Gemeinden die Tapinoma-Ameise selbst bekämpfen müssen
Regierungsrat setzt auf Prävention
Die eingeschleppte Ameisenart richtet Schäden an Häusern und Rasenflächen an. Grössere Befälle gibt es auch in Uster, Schwerzenbach und Volketswil. Der Kanton Zürich überlässt die teure Bekämpfung den Gemeinden.
50’000 Franken kostete eine Kolonie der Tapinoma-Ameise 2023 die Stadt Winterthur. Die Art ist für den Menschen ungefährlich, kann aber grosse Schäden anrichten – etwa am Isolationsmaterial von Häusern. Oder auf Fussballplätzen, weil die Ameisen Samen von Pflanzen fressen und Wurzeln angreifen. Ausserdem verdrängen sie heimische Arten.
Denn die Tapinoma magnum, wie ihr offizieller Name lautet, ist eine eingeschleppte Art. Sie bildet riesige Kolonien mit mehreren Millionen Arbeiterinnen. Und weil natürliche Feinde hierzulande fehlen, kann sie sich ziemlich ungehindert verbreiten. Ausser der Mensch bekämpft sie. Und das kostet dann eben. Immerhin ist das erfolgreich möglich, wie der Fall von Winterthur-Seen zeigt: Die Art wurde dort vollständig ausgerottet.

