Dem Grossprojekt der SBB bei Effretikon stehen invasive Ameisen im Weg
Tapinoma-Ameisen in Winterthur
Vor ihrem Milliardenausbau «Mehrspur» müssen die SBB eine unerwünschte Ameisenart loswerden. Doch das Gift gegen die Krabbeltiere ist umstritten.
Das Mega-Ausbauprojekt «Mehrspur» der SBB hat ein im Grössenvergleich winziges Problemchen: Ameisen. Doch keine gewöhnlichen. Es ist die Art Tapinoma magnum, veraltet auch Tapinoma nigerrimum genannt. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und ist für Menschen ungefährlich, gilt in der Schweiz aber als invasiv: Sie kann einheimische Ameisen verdrängen und Gebäude beschädigen. In Deutschland sorgte sie letztes Jahr gar für Strom-und Internetausfälle.
Eingeschleppt werden die Tiere wahrscheinlich über die Erde importierter Zierpflanzen. Im Kanton Zürich sind etwa Oetwil an der Limmat und seit Kurzem auch Oberengstringen betroffen. In Winterthur haben die Ameisen spätestens 2023 grosse Teile des Lagerplatzes entlang der Gleise und ein Gebiet beim Bahnhof Töss erobert.

