Gesellschaft

April, April

Grüningen sucht doch kein Prinzenpaar

Es war zu schön, um wahr zu sein. Wie jedes Jahr, haben wir Sie auch an diesem 1. April in die Irre geführt. Grüningen sucht – leider – nicht nach einem Prinzenpaar zur Tourismusförderung.

Ein bisschen Spass muss sein: Gemeindepräsident Carlo Wiedmer und Redaktorin Talina Steinmetz lösen den Aprilscherz am Mittwochnachmittag im Schloss Grüningen auf.

Foto: Marie Fredericq

Grüningen sucht doch kein Prinzenpaar

Es war zu schön, um wahr zu sein. Wie jedes Jahr haben wir Sie auch an diesem 1. April in die Irre geführt. Grüningen setzt – leider – nicht auf ein Prinzenpaar zur Tourismusförderung.

Während die Kirschblüten rund ums Grüninger Schloss bereits in ihren schönsten Rosatönen blühen, wird dort auch in Zukunft kein herrschaftliches Prinzenpaar einziehen. Die Geschichte rund um das einjährige Engagement war unser diesjähriger Aprilscherz, mit dem wir Sie ein wenig hinters Licht führen wollten.

Mit im «Aprilscherz-Komitee» waren Gemeindepräsident Carlo Wiedmer (SVP), Lubi Dejanovic, der Präsident der Fasnachtsgesellschaft Grüningen, sowie die beiden Unternehmer Mauro Meierhofer und Nikos Papanikolaou, die vor Kurzem den Grüninger «Adler» übernommen haben.

Echte Themen in der Gemeinde

Während nun also weder ein Prinz noch eine Prinzessin die Gemeinde repräsentieren werden, greift der Artikel dennoch reale Themen auf, die nicht nur die Grüninger Exekutive beschäftigen.

Allen voran das Stedtli, das gemäss dem «Guide Michelin 2026» zu den schönsten Dörfern der Schweiz gehört und im Zuge der geplanten Umfahrung aufgewertet werden soll. «Auch wenn das Projekt rund um das Prinzenpaar ein Scherz war, ist es uns ein grosses Anliegen, den Tourismus in der Gemeinde zu fördern», sagt Gemeindepräsident Wiedmer.

Ebenso ringt die Fasnachtsgesellschaft Grüningen tatsächlich um Nachwuchs, welcher die Tradition unterstützen und damit weiter am Leben erhalten soll. «Wer die Aktion rund um das Prinzenpaar toll fand, darf sich gerne bei uns melden. Wir freuen uns über neue Mitglieder», sagt Lubi Dejanovic.

Zudem haben wir Sie mit einer «echten» Prinzessin in die Irre geführt: Unsere Redaktorin Talina Steinmetz, die sich für die herrschaftlichen Fotos in Schale geworfen hat, war dieses Jahr wirklich Prinzessin im deutschen Karneval.

Ein Prinzenpaar auf der Bühne
Unsere Redaktorin Talina Steinmetz war tatsächlich Prinzessin beim deutschen Karneval in Schwabach.

«Das war ein einmaliges Erlebnis und hat sich mehr als gelohnt; die Erinnerungen daran bleiben fürs Leben. Ich würde Grüningen ans Herz legen, sich die Sache ernsthaft zu überlegen», sagt sie.

Erfunden war also einzig die Idee des Prinzenpaars für Grüningen – und diese war offenbar für so manchen doch recht glaubwürdig. Oder zumindest erwägenswert.

Erfundene Geschichte, reale Reaktionen

Denn als Sahnehäubchen lud der Gemeindepräsident für eine Info-Veranstaltung ins Schloss ein. Interessierte und Neugierige wurden aufgefordert, am späteren Nachmittag des 1. April im Schloss Einzug zu halten, um mehr über das Prinzenpaar-Projekt zu erfahren.

Und tatsächlich: Einige Personen erschienen am Event. Sowohl der Gemeindepräsident als auch die ZO-Redaktion waren vor Ort, um die Besucherinnen und Besucher in Empfang zu nehmen – und bei einem Glas Wunderwasser nicht nur den Scherz aufzulösen, sondern auch die Reaktionen abzuholen.

«Ich habe gezielt nach dem Scherz in der Zeitung gesucht. Auch wenn ich ihn gefunden habe, der Anlass hat mich trotzdem wundergenommen», sagte Ursula Hofmann im Schlosscafé.

Auch Mitglieder der Fasnachtsgesellschaft kamen zum Schloss – einige von ihnen, ohne zu wissen, was sie genau erwartet. Mit einem Schmunzeln lasen sie den Artikel dann vor Ort und versuchten Gemeindepräsident Carlo Wiedmer zu motivieren, das Projekt in die Tat umzusetzen. «Das ist sicher keine schlechte Idee, die man sich tatsächlich überlegen könnte», fand Joel Aemisegger.

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