Grüningen gehört zu den schönsten Dörfern der Schweiz
«Guide Michelin»
Laut dem «Guide Michelin» zählt Grüningen zu den schönsten Dörfern der Schweiz. Gemeinderätin Susanne Gutknecht sieht darin auch eine Chance für die geplante Umfahrungsstrasse.
Der französische «Guide Michelin» hat am 20. März eine Karte mit den schönsten Dörfern der Schweiz veröffentlicht. Unter den 56 Ortschaften aus rund 19 Kantonen ist auch das Städtchen Grüningen vertreten.
Der am Auswahlverfahren des französischen Restaurant- und Reiseführers beteiligte Verein Die schönsten Schweizer Dörfer schreibt auf seiner Website über Grüningen: «Dieses charmante Dorf auf dem Lande empfängt seine Besucher mit einer bezaubernden Landschaft, einem üppigen botanischen Garten und idyllischen Aussichten, die einem Gemälde entsprungen zu sein scheinen.»
Nicht die erste Auszeichnung dieser Art
Dass Grüningen im bekannten «Guide Michelin» erwähnt wird, freut Gemeinderätin Susanne Gutknecht (FDP), die den Ressorts Gesundheit und Tourismus vorsteht. «Für uns ist es wertvoll, dass ein kleines Städtchen wie Grüningen im ‹Guide› erwähnt wird. Es bestätigt uns, dass jemand anderes die Schönheit unseres Dorfs auch sieht.»
Bereits letztes Jahr war Grüningen als schönstes Dorf der Schweiz nominiert, damals jedoch im Rahmen eines Wettbewerbs der «Schweizer Illustrierten». Die Gemeinde schaffte es sogar in die Finalistenrunde, musste sich dann jedoch der Tessiner Gemeinde Ascona geschlagen geben. 1976 gewann Grüningen den Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes.
Das gleichwohl gute Endergebnis von Grüningen habe insbesondere an Sonntagen zu mehr Besuchern im Schloss und im Museum geführt, sagt Gutknecht. «Man hat gemerkt, dass auch Leute von weiter her gekommen sind, die Grüningen nicht so gut kennen.» Ein klarer Effekt sei jedoch schwierig zu messen.
Dennoch glaubt die Gemeinderätin daran, dass die Erwähnung im «Guide Michelin» etwas bringt – selbst wenn noch 55 weitere Ortschaften mit dem gleichen Titel im Reiseführer vertreten sind: «Der Verein hinter der Auszeichnung ist sehr präsent, das hilft uns schon.»
Belebung des Städtchens als Strategie
Gerade im Hinblick auf die geplante Umfahrung Grüningen – der Transitverkehr soll dabei über eine neue Brücke am Städtchen vorbeigeführt werden – ist die Erwähnung im «Guide Michelin» von Vorteil. Für die Planauflage der Umfahrung habe die Gemeinde auch erste Ideen aufzeigen müssen, wie sie das Stedtli in Zukunft beleben wolle, sollte die Strasse dereinst nicht mehr durch den historischen Dorfkern führen, erklärt Gutknecht. Wie die Altstadt explizit belebt werden könnte, darüber wurde in der Vergangenheit bereits ausführlich diskutiert.
Die Gemeinde sei seit gut vier Jahren daran, Ideen umzusetzen, etwa einen Kinderweg, Anlässe im Schloss oder Führungen im Stedtli. Dass Grüningen nun zu den schönsten Schweizer Dörfern zählt, dürfte dieser Tourismusstrategie in die Karten spielen.