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Gemeindeversammlung

Grosse Einigkeit über Wasserrechte in Pfäffikon

Kurzer Prozess mit komplexem Thema: Am Montagabend haben die Pfäffikerinnen und Pfäffiker den Projektierungskredit für das Gesamtkonzept Dorfbach genehmigt.

Die Schieber beim Mühleweiher sind in die Jahre gekommen, aber bleiben Zeuge der kulturhistorischen Wassernutzung in Pfäffikon.

Foto: Marcel Vollenweider

Grosse Einigkeit über Wasserrechte in Pfäffikon

Gemeindeversammlung

Kurzer Prozess mit komplexem Thema: Am Montagabend haben die Pfäffikerinnen und Pfäffiker den Projektierungskredit für das Gesamtkonzept Dorfbach genehmigt.

Seit Sommer 2023 plätschert es wieder im Kleinwasserkraftwerk der ehemaligen Mühle Egli in Pfäffikon. Den Stein dazu hatte die Pfäffiker SVP im April 2022 mit der Initiative «Kulturgut Dorfbach und Wasserrechte schützen – Wasserkraft nützen» angestossen.

Die Pfäffiker Grünen stellten im November 2022, als die Initiative von der Gemeindeversammlung angenommen wurde, zudem erfolgreich den Antrag, ein Hochwasserschutzkonzept zu erarbeiten. Und der Gemeinderat hat das aufgeworfene Thema unter dem Titel «Sanierungspflichten Dorfbach im Abschnitt von der Wasserentnahme an der Luppmen bis und mit Pfäffikersee» genauer unter die Lupe genommen. Inzwischen steht das Gesamtkonzept Dorfbach.

Doch damit nicht genug der verschachtelten Sätze. Am Montagabend stand die Bewilligung des Projektierungskredits als einziges Geschäft auf der Traktandenliste der Pfäffiker Gemeindeversammlung. Genauer gesagt: «Für die Erarbeitung der Unterlagen für die ökologische Konzession, die Planung der Sanierung der Fischgängigkeit in der Luppmen sowie die nötigen Abklärungen und Planungen zum Hochwasserschutz für die Konzession gemäss Szenario 2 plus wird ein Projektierungskredit in Höhe von 300'000 Franken bewilligt.»

Konkret ging es darum, bei der weiteren Planung und Umsetzung der anstehenden Massnahmen die verschiedenen, sich teilweise überschneidenden Themen Wasserhaushalt, Ökologie und Hochwasserschutz bestmöglich aufeinander abzustimmen.

Die Kraftwerkanlage ist nur noch bis 2030 konzessioniert. «Und sie wird nicht im gleichen Umfang erneuert werden», hielt Bauvorstand Lukas Steudler (FDP) am Montagabend bei seiner Präsentation fest.

Historisch-wissenschaftliche Begehung der Stationen des Wasserwegs in Pfäffikon mit anschliessendem Werkstattbericht.
Einblick in den Turbinenraum der alten Mühle Egli bei einem Rundgang vor zwei Jahren.

Für die Zukunft wurden darum verschiedene mögliche Szenarien erarbeitet. Der Gemeinderat legte der Versammlung das Szenario 2 plus vor. Dieses sieht nur noch eine Wasserentnahme von rund 20 Prozent des Luppmen-Abflusses vor. Damit könnte mit grosser Wahrscheinlichkeit ein «ökologisches Wasserrecht» konzessioniert werden und das Kleinwasserkraftwerk zur Veranschaulichung der kulturhistorischen Wassernutzung bestehen bleiben.

Initianten zeigen sich zufrieden

Stellvertretend für die Initianten der SVP trat einmal mehr alt Regierungsrätin Rita Fuhrer ans Rednerpult. Dieses Mal jedoch um einiges versöhnlicher, als es noch 2022 der Fall war. Sie lobte die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Gemeinde: «Leider kann die Mühle nicht weiter zur Stromproduktion beitragen, aber das müssen wir akzeptieren.»

In Absprache mit den Initianten wurde an diesem Abend darauf verzichtet, noch einmal Schritt für Schritt die Beantwortung der Initiative durchzugehen. Sie waren vom Gemeinderat in die Begleitgruppe eingeladen worden, um am Gesamtkonzept mitzuarbeiten. «Ein Risiko», gab Lukas Steudler schmunzelnd zu. «Aber es hat sich ausgezahlt.»

Ohne weitere Wortmeldungen und nach nur 35 Minuten hatte die Versammlung den Projektierungskredit denn auch schon ohne Gegenstimme genehmigt. Gerade einmal 76 Stimmberechtigte hatten den Weg ins Chesselhuus überhaupt auf sich genommen.

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