Gesundheit

Stadt sensibilisiert

Legionellen in Wetzikon: Stadt verteilt erneut Flugblatt

In Wetzikon sind vermehrt Personen an Legionellose erkrankt, eine ist sogar gestorben. Nach der Ursache wird noch gesucht, die Stadt klärt deshalb erneut auf, was es zu beachten gilt.

Legionellen in Wetzikon: Stadt verteilt erneut Flugblatt

Stadt sensibilisiert

In Wetzikon sind vermehrt Personen an Legionellose erkrankt, eine ist sogar gestorben. Nach der Ursache wird noch gesucht, die Stadt klärt deshalb erneut auf, was es zu beachten gilt.

In der Stadt Wetzikon erhalten in diesen Tagen alle Haushalte erneut ein Flugblatt. Darauf notiert sind vorsorgliche Massnahmen, wie sich die Bevölkerung gegen eine Infektion mit Legionellen schützen kann. Zusätzlich macht die Stadt ihre Einwohnerinnen und Einwohner über ihre Website, Social Media und Inserate auf die Gefahr sowie auf wichtige Massnahmen aufmerksam.

– Leitungen nach langem Nichtbenutzen spülen.

– Duschbrause, Duschschlauch und Wasserhahn regelmässig reinigen und entkalken.

– Wassertemperatur beim Wasserhahn und in der Dusche überprüfen (Kaltwasser darf nicht über 25 Grad warm sein, Warmwasser muss mindestens 50 Grad heiss sein).

– Luftbefeuchter zurückhaltend verwenden, Geräte regelmässig warten, Wasser täglich wechseln. (jgu)

Seit Anfang 2025 wurden in Wetzikon bereits 33 Legionellose-Erkrankungen registriert (Stand: 17. September). Eine Person, die jedoch an mehreren Vorerkrankungen gelitten hatte, ist diesen September verstorben. Wo sich die Betroffenen angesteckt haben, ist nach wie vor unklar. Denn eine gemeinsame, eindeutige Infektionsquelle konnte bislang nicht festgestellt werden; auch der Kanton sucht noch nach der Ursache.

In mehreren Fällen konnten jedoch Legionellen im Duschwasser nachgewiesen werden. Und eine Ansteckung erfolgt grundsätzlich nur über feinste Wassertröpfchen, die eingeatmet werden. Das Trinkwasser kann also bedenkenlos getrunken werden.

Mindesttemperatur für Boiler

Um sich gegen eine Infektion zu schützen, sollte ein besonderes Augenmerk auf die Wasserleitungen in Gebäuden gerichtet werden. So appelliert die Stadt an die Liegenschaftsverwaltungen und die Eigentümer, Installationen regelmässig zu überprüfen und zu unterhalten, um das Risiko einer Vermehrung von Legionellen zu reduzieren.

Zugleich weist die Stadt darauf hin, dass Boiler mit einer konstanten Temperatur von mindestens 60 Grad betrieben werden müssen. Sie nur sporadisch aufzuheizen, reiche nicht aus. Hierbei handle es sich um «ein verbreitetes Missverständnis». Die Eigentümer und Liegenschaftsverwalter werden jedoch noch separat von der Stadtverwaltung angeschrieben und mittels Merkblatt informiert.

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