Was katholische Frauen wollen
Figur im Hintergrund?
Der Bischof von Chur behauptete kürzlich in einem Interview, dass Frauen mit ihrer aktuellen Position in der Katholischen Kirche erfüllt seien. Gläubige Frauen im Oberland sind da anderer Meinung.
Das weibliche Engagement im Christentum ist kein Phänomen der Moderne. Schon bei der Kreuzigung von Jesus Christus – nur um ein Beispiel zu nennen – waren es Frauen, die an seiner Seite blieben. Jesus’ Jünger hingegen flohen alle, als dieser verhaftet wurde, wie es im Markusevangelium geschrieben ist. So waren die ersten Zeuginnen der Auferstehung Frauen, wie etwa Maria Magdalena.
Und obwohl Frauen das Christentum von Anfang an mitgeprägt haben, wurde ihnen eine Vielzahl von Ämtern verwehrt. In der Schweiz gibt es in der Reformierten Kirche Pfarrerinnen erst seit ein paar Jahrzehnten.
Rosa Gutknecht und Elise Pfister waren die ersten ordinierten Frauen überhaupt. Die Theologinnen wurden im Jahr 1918 zu reformierten Pfarrerinnen, hätten jedoch lediglich einspringen können, wenn alle männlichen Kollegen ausgefallen wären.

