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Jahresrückblick 2025: Mai/Juni

Oberländer holen lautes Feuerwerk vom Himmel

Lautes Feuerwerk, ein Spital in Finanznöten, neue Deponiepläne, Unfälle, die Gastroszene oder Platz für SBB-Serviceanlagen: Das zu Ende gehende Jahr 2025 hat in der Region viel zu reden gegeben. Heute der dritte Teil des Rückblicks.

Künftig dürfte in der Region viel weniger Feuerwerk zu sehen sein. Viele Gemeinden verbieten lautes Knallen.

Foto: Noah Grando

Oberländer holen lautes Feuerwerk vom Himmel

Jahresrückblick 2025: Mai/Juni

Lautes Feuerwerk, ein Spital in Finanznöten, neue Deponiepläne, Unfälle, die Gastroszene oder Platz für SBB-Serviceanlagen: Das zu Ende gehende Jahr 2025 hat in der Region viel zu reden gegeben. Heute der dritte Teil des Rückblicks.

Kopfschütteln in Dübendorf nach Urteil des Bundesverwaltungsgerichts

Beschilderung und Velofahrer im Bereich der Bahnhofsunterführung in Dübendorf.
Nun heisst es stossen: Ein Bundesgerichtsentscheid verbietet Velofahrten durch die Dübendorfer Bahnhofunterführung.

2. Mai: Velo stossen oder Umweg fahren: Dass das Fahrverbot in der Dübendorfer Bahnhofunterführung von höchster Instanz bestätigt wird, sorgt in der Stadt für Kopfschütteln. Ins Rollen gebracht hatte das Ganze das Bundesamt für Verkehr, das in der Unterführung ein Fahrverbot verfügte. Es begründete die Massnahme mit der Sicherheit der Passanten. Die Unterführung sei gefährlich, weil sie für einen Mischverkehr nicht breit genug sei. Dagegen ging die Stadt Dübendorf auf dem Instanzenweg vor. Doch das Bundesverwaltungsgericht beurteilte es als zumutbar, dass die bestehende Fahrradroute durch die Unterführung unterbrochen wird und die Velofahrer ihr Gefährt 100 Meter stossen müssen.

Seebadi Egg setzt auf junge Pächter und frische Ideen

Joy Valance und Jacob Schümperlin in ihrem neuen Schiffscontainer-Kiosk in der neu gestalteten Seebadi Egg (März 2025).
Nach dem Umbau erhält ein junges Trio die Gastro-Pacht der Seebadi Egg.

3. Mai: Nach einjähriger Umbaupause wird die Seebadi Egg mit einem neuen Garderoben- und Imbissgebäude offiziell wiedereröffnet. Die Gemeinde Egg hat die Gastro-Pacht der Seebadi für das erste Jahr an ein junges Trio vergeben. Statt auf einen Foodtruck setzt es auf einen ehemaligen Schiffscontainer. Das Team versteht seinen Betrieb nicht als simple Badi-Gastronomie. Stattdessen will es auf Qualität setzen und den Standort zu einer Location am Greifensee machen.

Auftakt für das Millionenprojekt in Illnau-Effretikon

Grundsteinlegung für das Feuerwehr- und Werkhofgebäude in Illnau-Effretikon
Spaten tief für das neue Feuerwehr- und Werkgebäude in Illnau-Effretikon.

8. Mai: Der Grundstein für den Neubau des Feuerwehr- und Werkgebäudes in Illnau-Effretikon wird gelegt. Vor etwas mehr als einem Jahr, am 3. März 2024, sprach sich die Bevölkerung von Illnau-Effretikon für das Grossprojekt aus. Und das mehr als deutlich: mit einem Ja-Stimmen-Anteil von gut 79 Prozent. Damals war über die Genehmigung des Baukredits von knapp 39 Millionen Franken abgestimmt worden. Mit dem Neubau werden alle Versorgungseinrichtungen der Stadt zentralisiert. So werden Feuerwehrgebäude, Werkhof, Forstbetrieb, Wasserversorgung, Wertstoff-Hauptsammelstelle, Zivilschutz und der Rettungsdienst des Kantonsspitals Winterthur unter einem Dach vereint.

Pfäffikon sagt knapp Ja zur Fusion mit Wildberg

Man sieht Pfäffikon aus der Luft
In Pfäffikon geht der Blick in Richtung Wildberg: Nun werden Fusionsverhandlungen angegangen.

18. Mai: Mit knappen 50,7 Prozent Ja-Stimmen – mit nur 48 Stimmen Unterschied – entschieden sich die Pfäffiker Stimmberechtigten in einer Grundsatzabstimmung dafür, einen Vertrag für einen Zusammenschluss mit Wildberg ausarbeiten zu lassen. Dieser kommt dann nochmals in beiden Gemeinden an die Urne – erst dann kann die Fusion vollzogen werden. Bereits am 9. Februar haben die Wildberger die Fusion begrüsst – und zwar mit über 78 Prozent Zustimmung.  

Hinwil sagt deutlich Ja zu einer Einheitsgemeinde

Blick über Wohnsiedlungen in Hinwil Richtung Kezo.
Hinwil will künftig als Einheit auftreten.

18. Mai: Schon seit Jahrzehnten beschäftigt Hinwil die Frage, ob die Schule in die Politische Gemeinde integriert werden soll. Nun sprechen sich die Stimmberechtigten mit einem Ja-Stimmen-Anteil von über 80 Prozent deutlich dafür aus. Für die beiden Gemeindebehörden beginnt nun die Umsetzung der Integration. Schon für das nächste Jahr wollen die Schule und die Politische Gemeinde ein gemeinsames Budget präsentieren.

René Schweizer wird Gemeindepräsident von Fischenthal

Das Chränzli in Fischenthal.
Der neue Fischenthaler Gemeindepräsident René Schweizer zeigt bei einer Aufführung der Aktiven Plus sein Können.

19. Mai: Mit René Schweizer (SVP) und Matthias Lutz (parteilos) stiegen zwei ungleiche Kandidaten ins Rennen um die Nachfolge von Barbara Dillier (parteilos), die seit Anfang Jahr als Stadtpräsidentin von Rapperswil-Jona amtet. Während Konditorei-Unternehmer Schweizer bereits Wahlkampferfahrung mitbringt, ist es für Matthias Lutz, der auf der Gemeindeverwaltung Gossau arbeitet, eine Premiere. Eine Stimme über dem absoluten Mehr entscheidet das Duell ums Fischenthaler Gemeindepräsidium schliesslich. Schweizer erhält 364 Stimmen, Lutz 317 Stimmen.

Dübendorfer wollen bei Tempo 30 mitreden

Verkehrssituation in einer Innenstadt.
Tempo 30 im Stadtzentrum: Die Dübendorfer wollen künftig mitreden bei neuen Tempozonen.

18. Mai: «Mitbestimmen bei Temporeduktionen»: Die Dübendorfer haben dem politischen Ansinnen der SVP bereits zum zweiten Mal ihren Segen erteilt. Die Zustimmung zur Umsetzungsvorlage des Stadtrats fällt mit 60,14 Prozent sogar noch deutlicher aus als vor zwei Jahren, als 54 Prozent der Stimmberechtigten ein Ja für die Initiative eingeworfen hatten. Damit führt in Sachen Tempo 30 in der Stadt Dübendorf endgültig kein Weg mehr an der SVP vorbei. Diese hatte sich gegen grossflächige Tempo-30-Zonen in Dübendorf gewehrt.

Fällander holt Silber an Europameisterschaft

Ian Raubal an den Ringen.
Der Fällander Kunstturner Ian Raubal ist an den Europameisterschaften erfolgreich.

31. Mai: Der Fällander Kunstturner Ian Raubal gewinnt an der EM in Leipzig am Barren die Silbermedaille. Zuvor hatte Raubal mit dem Schweizer Team bereits Silber geholt.

Erste Gemeinde unterstützt das GZO Spital

Mehrstöckiges Betongebäude des Spitals Wetzikon.
Das in argen Nöten steckende GZO Spital erhält eine Unterstützungszusage aus Fischenthal.

3. Juni: Das Spital Wetzikon hat die erste Hürde auf dem Weg zur Sanierung genommen. Die Gemeindeversammlung von Fischenthal stimmt der dringend benötigten Finanzspritze zu. Mit Fischenthal stimmte die erste der zwölf Aktionärsgemeinden über das Hilfspaket von 50 Millionen Franken für das Spital ab. Mit offensichtlichem Mehr und nur zwei Gegenstimmen sagen die insgesamt 197 Stimmberechtigten Ja zur Beteiligung der Gemeinde Fischenthal in Höhe von 1,28 Millionen Franken.

Der FC Wald springt nach oben

Walder Jubel
Der FC Wald schafft den Aufstieg in die 2. Liga.

15. Juni: Drittligist FC Wald steigt auf. Letztmals spielte er 2002 in der 2. Liga.

Pastorini macht auch in Dübendorf dicht

Eine Palette von Holzspielzeugen auf einem Werbeplakat.
Die traditionellen Spielzeugklassiker vermögen die Kinder nicht mehr zu überzeugen: Pastorini stellt den Betrieb ein.

17. Juni : Die Holzwaren begeisterten Generationen von Kindern. Doch Besitzerin Christa Pastorini Schumacher und Geschäftsführer André Nyffeler müssen den neun Mitarbeitenden die Aufgabe des letzten Ladens in Dübendorf und die Einstellung des Spielwarenhandels mitteilen. Dieser lasse sich in der heutigen Zeit nicht mehr rentabel betreiben. Das Sortiment des ersten Pastorini-Ladens sah noch anders aus. Berta Pastorini, die Grossmutter der letzten Inhaberin, eröffnet ihn 1911 an der Kuttelgasse in Zürich als Buchbinderei mit Papeteriewaren. Holzwaren bringt ein Kinderarzt ins Spiel.

Weitere Gemeinden verbieten lautes Feuerwerk

Herumliegendes Feuerwerk, davor ein Verbotszeichen.
Im Oberland wird vielerorts ein Verbot von lärmendem Feuerwerk erlassen.

18. Juni: Bubikon hat vor gut einem Jahr den Anfang gemacht. Als erste Gemeinde im Kanton hat sie lautes Feuerwerk verboten. An den Gemeindeversammlungen in Fällanden und Schwerzenbach findet das Verbot eine klare Mehrheit. Wangen-Brüttisellen hat ein Tag zuvor eine entsprechende Initiative gutgeheissen. Und einen Tag später zieht Mönchaltorf gleich. Einige Tage später wird in Rüti und Bauma der Entscheid für die Verbotsfrage an die Urne geschickt – und am 30. November mit einem Ja beantwortet. Am 12. Dezember heissen auch die Volketswiler an der Gemeindeversammlung ein Verbot gut.

Widerstand in Juckeren gegen grosse Wohnüberbauung

Das Bauvorhaben beinhaltet den Umbau und die Sanierung der Weberei und der Schlichterei.
Die Pläne für eine Neugestaltung des Areals der Weberei Juckeren finden nicht überall Anklang.

23. Juni: In Juckeren bei Saland wollen Investoren ein neues Quartier mit bis zu 300 Wohnungen und Gewerberäumen realisieren. Während Neubauten rund um die alte Weberei Grünthal mehrheitlich Zustimmung finden, sorgt der Gestaltungsplan für das Gebiet Baumgartenholz für heftigen Widerstand an der Gemeindeversammlung. Besonders die grossen Bauten entlang dem Fabrikkanal stossen auf Kritik. In diesem Gebiet müssen die Investoren über die Bücher.

Der Weg der Oberlandautobahn durchs Aatal ist geklärt

Auszüge aus der Präsentation zur Lückenschliessung Oberlandautobahn von Marco Knecht mit Variantenentscheid Aatal.
So soll die Autobahnroute durchs Aatal aussehen, sofern nicht die Version mit einem ganz langen Tunnel gewählt wird.

24. Juni: Der Variantenfächer für die Lückenschliessung wird kleiner: Im Aatal ist aus fünf möglichen Trassees das beste ausgewählt worden. Projektleiter Marco Knecht stellt die ausgewählte Variante «Horn hoch» vor. Diese sieht zwei Tunnel sowie eine Doppelbrücke mitten im Aatal vor. Zum Zuge kommen soll diese Variante allerdings nur, wenn auch ein Autobahnanschluss Wetzikon realisiert würde. Wetzikon und Seegräben als direkt betroffene Gemeinden lehnen einen solchen Anschluss ab. Stattdessen favorisieren sie einen langen, tief gelegenen Tunnel, der direkt von Uster Ost bis ins Betzholz führen würde. Ob ein solcher langer Tunnel überhaupt machbar ist, klärt das Astra ab. Ende des Jahrs 2026 soll der Entscheid fallen, welche der drei Grundvarianten weiterverfolgt wird und als Bestvariante dem Bundesrat vorgelegt werden soll.

FC Volketswil verpasst Coup knapp

FC Volketswil Cup Final 2025.
Grosse Fankulisse für den FC Volketswil am Cup-Final.

28. Juni: Drittligist FC Volketswil verpasst daheim im regionalen Cup-Final gegen Unterstrass (2.) den Coup nur knapp. Die Volketswiler verlieren vor über 2000 Fans im Penaltyschiessen.

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