Feuerwehr und Zivilschutz in Maur erhalten neues Zuhause
Fünf Schaufeln und ein Bagger waren nötig, um den Baustart offiziell zu machen. Jetzt kann das neue Bevölkerungsschutzgebäude in die Höhe wachsen.
Was lange währt, wird endlich gut – dieses Sprichwort trifft es ziemlich genau, wenn es um das neue Bevölkerungsschutzgebäude (BSG) in Maur geht. Jetzt darf sich die Gemeinde übers ersehnte Happy End freuen – und zwar in Form des offiziellen Spatenstichs. Dieser ist am Mittwoch in Anwesenheit von Gemeinderat, Projektteam und der künftigen Nutzerschaft erfolgt.
Dem Baustart vorausgegangen sind nicht nur Jahre der Planung, sondern auch drei Abstimmungen und ein vom Bezirksrat Uster gutgeheissener Rekurs.
Gemeinde musste über die Bücher
Angefangen hatte alles im Jahr 2016. Damals lehnte die Maurmer Bevölkerung das Bevölkerungsschutzgebäude als Teilvorlage des grossen Generationenprojekts «Looren» ab. Vier Jahre später genehmigte sie dafür einen Kredit von 9 Millionen Franken.
Darauf folgte jedoch ein Rekurs gegen das gesamte Grossvorhaben. Grund waren die Mehrkosten, die der Gemeinderat als gebundene Ausgaben hatte deklarieren wollen. Der Bezirksrat gab den Rekurrenten recht, Maur musste also nochmals über die Bücher.
Die Gemeinde redimensionierte das Projekt und überarbeitete unter anderem die Pläne für das Bevölkerungsschutzgebäude. In dem Bau sollten inskünftig Feuerwehr, Zivilschutz sowie der Samariterverein Platz finden.

Erneut stellten sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hinter das Vorhaben – obwohl sich der Betrag auf dessen Preisschild mit 18,9 Millionen Franken gegenüber 2020 mehr als verdoppelt hatte. Mit ein Grund waren die Teuerung und verschiedene Präzisierungen im Bauprojekt. Der neue Kredit wurde im Juni 2024 an der Urne durchgewinkt.
Fertigstellung für Ende 2027 geplant
Am Spatenstich brachte Gemeindepräsident Yves Keller (FDP) seine Freude über den erreichten Meilenstein zum Ausdruck. «Mit dem BSG schaffen wir die baulichen Voraussetzungen dafür, dass unsere Einsatzkräfte rasch und effizient helfen können, wenn es darauf ankommt», lässt er sich in der Gemeindemitteilung zitieren.
In dieser kommt auch Sicherheitsvorsteher Thomas Hügli (GLP) zu Wort. Er betont, dass der neue Bau für reibungslose Betriebs- und Alarmierungsabläufe sorge und so die durchschnittlichen Einsatzzeiten verkürze. Verläuft alles nach Plan, dauert die Fertigstellung des Gebäudes bis Ende 2027.