Der Veloweg von Unterwetzikon nach Hinwil bleibt länger gesperrt
Ärgernis für Velofahrer
Der Veloweg zwischen Unterwetzikon und der Kezo ist immer noch nicht offen – die Bauarbeiten verzögern sich bis mindestens Frühling 2026. Das sind die Gründe.
Seit vergangenem Herbst ist der Veloweg zwischen Unterwetzikon und der Kezo in Hinwil für die Arbeiten am Fernwärmenetz gesperrt.
Auf den Schildern bei der Baustelle stand ursprünglich, dass die Sperrung bis im Juni dauern sollte – später wurde die Eröffnung auf Ende September angekündigt. Der Radweg ist aber immer noch nicht offen, und Velofahrer müssen sich voraussichtlich noch bis im Frühling 2026 gedulden. Als Erste hatte die Website velofreundliches-wetzikon.ch darüber berichtet.
Grund für die Verzögerungen ist, dass sich die Arbeiten als schwieriger herausgestellt haben als angenommen. Herausfordernd ist der Bau vor allem dort, wo die Leitungen die bestehenden Bäche queren müssen. Das ist beim Wildbach und Brunnenbach bei der Kezo und beim Mostbach bei der Kunsteisbahn in Wetzikon der Fall.
Termin war unrealistisch
Erst bei den Bauarbeiten hat man die Schwierigkeiten bemerkt und musste die Planung neu anpassen. Dieser Prozess hat mehrere Monate gedauert. «Eine aktive Kommunikation war deshalb schwierig», sagt Marie-Therese Büsser, Projektleiterin bei der Fernwärme Wetzikon AG.
Laut Büsser war die vom kantonalen Tiefbauamt angekündigte Eröffnung im Juni sowieso nicht realistisch. Die irreführenden Plakate des kantonalen Tiefbauamts seien inzwischen entfernt und durch eigene der Fernwärme Wetzikon AG ersetzt worden.
Die Fernwärmeleitung ist mittlerweile bereits grösstenteils erstellt. Die aufwendigen Bauarbeiten bei den Bachquerungen werden aber laut der Projektleiterin nicht vor März 2026 abgeschlossen werden können.
«Zumindest nicht an beiden der noch laufenden Baustellen, welche sich unglücklicherweise gerade am Anfang und am Ende des Radwegabschnitts befinden.» Die Wiedereröffnung des Radwegs setzt aber voraus, dass alle Arbeiten abgeschlossen sind.
Lange Umleitung
Und so bleibt weiterhin eine Umleitung signalisiert. Diese nutzen wohl aber nur wenige Velofahrerinnen und Velofahrer. Denn sie ist über sechs Kilometer lang und führt über Erlosen.
«Grund dafür ist, dass das kantonale Tiefbauamt nur Umleitungen auf asphaltierten Strassen und Wegen erlaubt, unter anderem wegen des Winterdiensts», erklärt Büsser.
Ortskundige wissen sich deshalb zu helfen und nutzen die Feldwege auf der anderen Seite des Wildbachs. Diese verlaufen fast parallel zum gesperrten Veloweg.
Andere umfahren die Baustelle auf der Hauptstrasse – ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen. Ein provisorischer Velostreifen auf der Busspur, wie es eine Petition an den Velodemos in Hinwil und Wetzikon forderte, scheint laut der Fernwärme Wetzikon AG aber nicht realistisch zu sein. Die Gefahren wären zu gross.