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Politik

Wohnungen in Lindau

Abgebranntes Bauernhaus in Tagelswangen gibt Comeback

Der Brand im Juni setzte die Planung für den Lindenhof, eine Überbauung mit vier Mehrfamilienhäusern, zurück. Doch nun sieht sich das Projekt wieder auf Kurs. Auch das Bauernhaus wird wieder aufgebaut.

Was heute noch Bauruine, Schutt und Asche ist, wird in Zukunft in neuem Glanz erstrahlen.

Visualisierung: Gemeinde Lindau

Abgebranntes Bauernhaus in Tagelswangen gibt Comeback

Der Brand im Juni setzte die Planung für den Lindenhof, eine Überbauung mit vier Mehrfamilienhäusern, zurück. Doch nun sieht sich das Projekt wieder auf Kurs. Auch das Bauernhaus wird wieder aufgebaut.

Der Brand des markanten Bauernhauses am 30. Juni in Tagelswangen hinterliess eine Narbe in der Bevölkerung. Und nicht nur hier. Auch im Ortsbild klafft noch immer eine Lücke, die Ruine an der Zürcherstrasse ist unübersehbar.

Doch schon bald wird sich das Areal verändern. An der Lindauer Gemeindeversammlung von Montagabend haben 80 Stimmberechtigte den privaten Gestaltungsplan Lindenhof einstimmig genehmigt. Bei diesem handelt es sich um eine Überbauung mit vier Mehrfamilienhäusern und einem Ersatzbau für das Bauernhaus.

Bauernhaus soll so aussehen wie früher

Das 1844 errichtete Bauernhaus war 2021 ins kommunale Inventar der schützenswerten Bauten und Anlagen aufgenommen worden. Dafür setzten die Eigentümer mit der Gemeinde einen Schutzvertrag auf, in welchem sie sich verpflichteten, das Objekt zu erhalten und allfällige Umbauten oder Renovationen jeweils nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten vorzunehmen.

Doch Originalteile sind nach dem Brand kaum übrig geblieben. Lediglich ein Kachelofen hat das Feuer überstanden und wird im Ersatzbau wieder aufgestellt.

Brandruine bei Tagelswangen.
Das Bauernhaus wurde komplett zerstört. Nun muss es wieder aufgebaut werden. (Archiv)

Die Bauruine wird demnächst abgebrochen, wie es eine Bauausschreibung Mitte November ankündigte. Anschliessend soll das Gebäude in einem ähnlichen Stil wieder aufgebaut werden, wie Gemeinderat Stephan Schori (SVP) am Montagabend an der Versammlung erklärte. Mit Betonung auf «ähnlich». «Man kann das Haus natürlich nicht so bauen, wie es einst war.»

So sind im Schutzvertrag bindende Elemente festgehalten. Dazu gehören unter anderem die Fassade, die Aufteilung in Wohnbereich, Scheune, Stall und Remise sowie die traditionelle Ziegeldeckung. Ebenso festgehalten sind auch die achtteiligen Reihenfenster im Erdgeschoss oder die zeittypischen Wand- und Deckentäfer in der Stube.

Wohnungen, Gärten und eine Linde

Das einstige Bauernhaus kommt wie gehabt neben dem denkmalgeschützten Landhus zu stehen, rundherum werden die vier zusätzlichen Wohngebäude angeordnet. Laut Gestaltungsplan sollen sie dem Bauernhaus ähnlich sehen. Wie viele Wohnungen geplant sind, ist noch offen.

Ausserdem ist auf dem Areal ein autofreier Innenhof geplant, mit einem Spielplatz, mit Gärten und – wie es der Name schon sagt – einer grossen Linde.

Durch den Innenhof wird eine Fussgängerverbindung erstellt, die den Weg für die Bevölkerung zu den Busstationen an der Zürcherstrasse «wesentlich» verkürzen soll. Ausserdem wird auf dem Gewerbeareal daneben die Neustadtstrasse mit einem Kehrplatz ergänzt.

Weitere Beschlüsse

Das Budget 2026, das ein Plus von knapp 150'000 Franken aufweist, ist einstimmig angenommen worden. Der Steuerfuss wird im kommenden Jahr bei 106 Prozent bleiben.

Für die Sanierung des Kindergartens Grafstal ist ein Kredit von 1,1 Millionen Franken genehmigt worden. Die Einrichtung ist 50-jährig und weist verschiedene Mängel auf. Während der Bauarbeiten soll der Kindergarten in der Oberstufe Grafstal ein Provisorium finden. Der Bezug ist nach den Herbstferien 2026 geplant.

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