Welche Verluste drohen regionalen Landwirten wegen der Dürre?
Höhere Konsumentenpreise gefordert
Mehrere hundert Millionen Franken könnte das Defizit für die Landwirtschaftsbetriebe nach dem trockenen Sommer schweizweit betragen. Für die Bauern im Oberland hatte die Dürre aber nicht nur negative Effekte.
Der Sommer der Superlative neigt sich langsam, aber sicher im Herbst dem Ende zu. Während sich Hitzegeplagte freuen und bald gemässigtere Temperaturen geniessen dürfen, steht die Landwirtschaft nach der Dürre und den kürzlich entstandenen Hagelschäden zumindest in Teilen weiterhin in Trümmern. Und: Es will weiterhin einfach nicht regnen – oder wenn, dann nur sehr sporadisch. Zudem springt das Thermometer Ende September mancherorts nochmals auf über 26 Grad.
Ein Faktum zur Veranschaulichung: Im Juli wurden knapp 50 Prozent mehr Kühe geschlachtet als ein Jahr zuvor, da schlicht zu wenig Futter vorhanden war. Die extreme Trockenheit seit Juni hat im Zürcher Oberland zu einem weitgehenden Wachstumsstopp beim Gras geführt. Weil der nötige dritte Grasschnitt vielerorts ausfiel und Weiden verdorrt sind, mussten Bauern das für den Winter eingeplante Futter bereits im Sommer verfüttern oder teuer zukaufen.
Betriebe mit Sonder- (arbeits- und kostenintensiv) und Gemüsekulturen, von denen es im Oberland einige gibt, kämpften mit viel höheren Produktionskosten. Einzelne Betriebe im Kanton berichten von Zusatzkosten von rund 15'000 Franken pro Woche allein für die künstliche Bewässerung. Auf das gesamte Jahr betrachtet rechnen viele Betriebe mit Einbussen zwischen 50’000 und 120’000 Franken.

