Erste Firmen erhalten Geld aus den USA zurück – auch in der Region
Wirrwarr bei Zöllen
Schweizer Unternehmen dürfen zu viel bezahlte Zölle von den USA zurückfordern. Auch Firmen im Oberland schicken Rechnungen nach Washington.
Seit dem 20. April können Unternehmen auf der ganzen Welt Geld von der US-Regierung zurückfordern, nachdem der Supreme Court die Zölle für ungültig erklärt hat. US-Präsident Donald Trump hatte diese am 2. April 2025 am sogenannten Liberation Day verkündet.
Die Schweiz war eines der am stärksten betroffenen Länder: Präsident Donald Trump brummte der Schweizer Exportwirtschaft Zölle von 31 Prozent auf und erhöhte sie im August auf 39 Prozent. Ein harter Schlag, sind doch die USA ein wichtiger Handelspartner: Im ersten Quartal 2026 gingen knapp 15 Prozent aller Schweizer Exporte in die USA, nur nach Deutschland exportierten Schweizer Unternehmen mehr.
Doch es gibt gute Nachrichten: Die ersten Firmen haben bereits Geld von den amerikanischen Zollbehörden zurückerhalten. Unter anderen auch Pfannenhersteller Kuhn Rikon aus dem Tösstal. Ein erster Teil der Rückforderung, knapp 20 Prozent, sei zurückbezahlt worden, sagte Geschäftsführer Tobias Gerfin gegenüber SRF. Für Kuhn Rikon gehe es um einen hohen sechsstelligen Betrag.

