So reagieren die Firmen im Oberland auf Trumps Zoll-Wahnsinn
Industrie zu US-Zöllen
Die USA belegen Schweizer Exportprodukte ab dem 7. August mit einem zusätzlichen Zoll von 39 Prozent. Was bedeutet das für die Industrie im Oberland?
US-Präsident Donald Trump hat den Zollhammer ausgepackt. Ab dem 7. August verlangen die USA für Importe aus der Schweiz einen Zusatzzoll von 39 Prozent.
Dieser hohe Zollsatz behindert nicht nur Schweizer Ausfuhren in die USA, er benachteiligt die hiesige Exportindustrie auch gegenüber der Konkurrenz aus der EU, Südkorea und Japan. Für deren Importe gilt ab Donnerstag ein Satz von vergleichsweise bescheidenen 15 Prozent.
Die Sache mit dem Zusatzzoll
Die Schweizer Exportwirtschaft wird am 7. August für Waren, die sie in die USA exportiert, mehr als 40 Prozent Einfuhrzölle bezahlen müssen. Bei den 39 Prozent, die US-Präsident Donald Trump am 31. Juli für die Schweiz bekannt gab, handelt es sich um Zusatzzölle, also um Zölle, die auf die bereits bestehenden Einfuhrsteuer geschlagen werden.
Denn die Schweiz und die USA haben kein Freihandelsabkommen. Die USA erheben seit je Einfuhrzölle auf Industrieprodukte aus der Schweiz. Es gab zu Anfang dieses Jahrhunderts zwar Bestrebungen für ein Freihandelsabkommen mit der grössten Volkswirtschaft der Welt, doch es blieb bei Vorgesprächen. Im Januar 2006 beschloss der Bundesrat, von der Aufnahme eigentlicher Verhandlungen abzusehen, da insbesondere im Landwirtschaftsdossier keine Aussicht auf Einigung bestand.
So bezahlten Industrieunternehmen bis April dieses Jahrs Zölle im einstelligen Bereich, seither schlagen die USA 10 Prozent Zusatzzölle auf diesen Basissatz, ab Donnerstag werden es 39 Prozent sein. (sco)

