Meier Tobler in Schwerzenbach leidet unter tiefen Margen
Umsatz stabil, Gewinn gesunken
Der Gebäudetechnikspezialist Meier Tobler AG konnte 2025 in einem anspruchsvollen Umfeld den Umsatz halten. Man habe Marktanteile gewonnen, heisst es aus der Zentrale in Schwerzenbach.
496,6 Millionen Franken Umsatz hat die Meier Tobler AG im vergangenen Jahr erwirtschaftet, praktisch gleich viel wie im Vorjahr (496,2 Millionen). Das ist ein kleines Erfolgserlebnis für das Unternehmen, das 2018 aus der Fusion der Walter Meier AG mit der Tobler Haustechnik AG entstanden war.
Denn noch vor einem Jahr hatte CEO Roger Basler einen Umsatzeinbruch von fast 10 Prozent bekannt geben müssen. Das Geschäft mit Wärmepumpen war nach dem Boom 2022 und 2023 deutlich zurückgegangen, dazu kamen Probleme mit dem neuen Logistikzentrum in Oberbuchsiten SO.
Aus dieser Perspektive ist der stabilisierte Umsatz durchaus positiv zu werten: Der Wärmepumpenmarkt in der Schweiz sei nach wie vor rückläufig, kommentiert Meier Tobler das Jahresergebnis und schliesst daraus, dass man Marktanteile gewinnen konnte.
Während der Umsatzrückgang gestoppt werden konnte, liegt das operative Ergebnis (Ebitda) mit 37,9 Millionen Franken um 8,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Schwerzenbach begründet das Ergebnis mit einem Rückgang der Bruttomarge, «der durch belastende Preis- und Produktemix-Effekte verursacht wurde».
Ein wichtiger Faktor sei das schrumpfende Geschäft mit Elektroboilern gewesen. Das hat regulatorische Gründe: So sind beispielsweise im Kanton Zürich Elektroheizungen und Elektroboiler ab 2030 verboten. Zusätzlich belasteten im Vergleich zum Vorjahr höhere IT-Ausgaben den Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen). Diese entstanden durch Zusatzaufwände für die Inbetriebnahme und die Optimierung des neuen ERP-Systems sowie durch Ausgaben für die Entwicklung des neuen E-Shops.
Der bereinigte Konzerngewinn (vor Goodwill-Amortisationen) beläuft sich auf 25,6 Millionen Franken (Vorjahr: 31,6 Millionen). Der ausgewiesene Konzerngewinn (nach Goodwill-Abschreibungen) wird mit 15,3 Millionen (Vorjahr: 21,3 Millionen) angegeben.
Dividende bleibt bei 1,60 Franken
Trotz dem tieferen Gewinn erhalten die Aktionärinnen und Aktionäre eine unveränderte Dividende von 1,60 Franken pro Aktie. Die Ausschüttung sei «durch den bereinigten Konzerngewinn und den operativen Cashflow komfortabel gedeckt und somit ungefährdet», schreibt Meier Tobler.
Allerdings verzichtet das Unternehmen auf die für März 2026 geplante erste Tranche des üblicherweise zweimal im Jahr durchgeführten Aktienrückkaufprogramms. Über eine mögliche Wiederaufnahme im dritten Quartal will der Verwaltungsrat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.
Die Aussichten in die nähere Zukunft sind einigermassen positiv. «Aus heutiger Sicht sollte es im Geschäftsjahr 2026 möglich sein, die Margensituation wieder zu verbessern», schreibt das Unternehmen. Mit den Investitionen in den neuen E-Shop, in die Logistik und IT sei eine solide Basis gelegt, um künftig Effizienzgewinne zu realisieren.
Und nicht zuletzt bleibe der Sanierungsbedarf für Heizungen in der Schweiz hoch. «Um die Klimaziele zu erreichen, ist eine Rückkehr auf den Wachstumspfad im Wärmepumpenmarkt unumgänglich», schreibt Meier Tobler. Ob diese Markterholung bereits im Jahr 2026 eintreten werde, lasse sich aktuell aber nicht abschätzen.